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Kurze Sätze im Blog = Mehr Leser! #Schreibtipp

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Mehr Leser durch kurze Sätze

Der Blog #Schreibtipp

Der kurze Satz gewinnt!

Wer besser schreiben will muss lernen sich kurz zu fassen. Ein Leser wird durch lange Schachtelsätze nur verärgert.

Diese ist mit die wichtigste Erkenntnis, die mein Schreibtraining mir gebracht hat. Deswegen widme ich dem Thema „Kurzfassen beim bloggen“  einen  Ergänzungsartikel zu meinen 5 Tipps für eine bessere Blogschreibe.

Bandwurmsätze der Feind jedes Bloggers

Amerikanische Blog-Größen wie  Set Godin machen es vor: Kurz und Übersichtlich müssen die Sätze sein. Wenn man sich die Blogartikel von Set genauer  ansieht, fällt die gute Mischung von kurzen und mittel-langen Sätzen auf. Wirkliche „Langsätze“ konnte ich nicht finden. Auch der Werbetexter Vladislav  vom Affenblog schwört auf kurze Sätze. Er leitet daraus die Erfoglsformel „Einfachheit gewinnt immer“ ab.

Warum schreiben dann nicht alle Blogger einfach kürzer?

Kurz zu schreiben ist schwer! (nicht nur für Blogger)

Für den Leser sind einfache und Sätze jedoch angenehmer zu lesen. Dieses Geheimnis ist auch ein Erfolgsfaktor der Boulevardpresse.

Aus diesem Konflikt sollte ein guter Blogger auf der Seite des Lesers stehen.

Deswegen sollte ein Blogger keine Endlossätze verfassen.

Endlossätze, die sich winden und drehen, wie eine Würgeschlange,  und bei bei denen man als Leser nur darauf wartet, das aus den tiefsten Versenkungen der Gedankenwelt des Autors, endlich ein erlösendes Verb auftaucht, sollte man sich einfach mal sparen.

(Hust, das war ein Bespiel wie man es NICHT machen sollte!)

Tipp: Verzichtet auf Bandwurmsäze

 

Der Kurzsatz: Das Erfolgsgeheimnis der Bild

Habt ihr euch mal gefragt warum die Bild-Zeitung so erfolgreich ist?

Sind es die Klatschthemen oder großen roten Überschriften?

Ein Erfolgsrezept der Bildzeitung ist der kurze Satz. Das liest man jedenfalls im Buch Deutsch für Profis auf Seite 92.

Dort wird der Schriftsteller E.A.Rauter zitiert, der folgendes schreibt:

 

„Der Erfolg der „Bildzeitung“ beruht darauf, dass ihre Redakteure mehr arbeiten. Sie arbeiten an den Nachrichten, sie setzen sie um, knapp und korrekt. Der Leser versteht beim Hinschauen worum es geht“

(Quelle: vgl. E.A.Rauter  in Deutsch für Profis: Wege zu gutem Stil von Wolf Schneider S. 92)

 

Wenn man dem Bildblog glaubt, kann man an dem Wort „korrekt“ möglicherweise Zweifel haben. Womit Herr Rauter aber absolut  Recht hat ist, dass der kurz Satz gewinnt.

Wer mehr Arbeit daran setzt seinen Text verständlicher zu machen verbessert den Text natürlich. Wer es schafft sich einfach auszudrücken ist klar im Vorteil. Dieses gilt auch für die Schreiber, die Ihre Texte geschickt kürzen. Das Zitat unterschlägt eine Tatsache:

Die Bild-Zeitung berichtet selten über komplizierte Themen in der Tiefe, die Langsätze erforderlich macht. Bei manchen Themen funktionieren kurze Sätze einfach nicht.

Wer daran zweifelt sollte sich mal in die Welt der Philosophie begeben und Heidegger auf 9 Wort Sätze kürzen.

Durch kurze, prägnante Sätze gewinnt ein Text ungemein.

Also liebe Blogger, schreibt mehr davon. Oder kürzt das unwichtige raus, das funktioniert auch.

Wer eine Information einfach darstellt, wird gerne gelesen.

Sind Blogger das, was die Bild in den 50er Jahren war?

Keine Angst!

Diese Regeln sind nur als Hinweis zu verstehen. Ich glaube nicht, dass die Zukunft der Blogosphäre in der Boulevardpresse der 50er Jahre zu suchen ist.

Als Blogger tut man trotzdem gut daran, sich an einem kurzen Schreibstil zu halten.

Wie kurz sollte der Blog Satz denn sein?

Das kommt auf das Thema an. Der Fotoblog des Fotografen Oliver Rath würde sogar ganz ohne Sätze auskommen.

 

–           9 Wort Sätze sind laut DPA das Optimum für die Verständlichkeit

–          18 Wort Sätze sind die Obergrenze für die Leichtverständlichkeit

(Quelle: vgl. Ludwig-Reiners-Schema für Pressearbeit, sowie Deutsch für Profis: Wege zu gutem Stil von Wolf Schneider S. 90 und S.94)

 

Die leichte Verständnis eines Satzes spielt sich zwischen 9 und 18 Worten ab. Das Ludwig-Reiners-Schema zeigt noch weitere Verständlichkeitsmerkmale auf, die man beachten kann. (z.B. wie viele aktive Verben und abstrakte Substantive in dem Text vorkommen).

Tipp: Kurze Sätze bilden (9 bis 18 Worte)

Glücklich ist wer einen Food-Blog schreibt

Ein Foodblog lebt von Fotos und Rezepten.

Da ist es einfach kurz zu schreiben. Wie sieht es bei andere Themen aus?

Die Satzlänge dabei nicht alleine für die Verständlichkeit eines Textes ausschlaggebend.

Es gibt noch mehr Kriterien, ob ein Satz leicht verständlich ist:

Wo steht das Verb?

Was für ein Subjekt kommt vor?

Wie lang sind die Worte?

Der Satz: „Tom mag Schokokuchen“ ist leichter verständlich als

„Die Mitarbeiterversammlung hat einen Pausenraum-Reinigungsplan aufgestellt.“

Wer über Schokokuchen bloggt hat es einfacher, als der arme Blogger, der  die Versammlung seiner Kollegen für den Firmenblog ausschlachten muss.

Die Abwechslung macht einen guten Blog

Wenn man nur kurze Hauptsätze verwendet wird der Schreibstil schnell langweilig.

Kurze Hauptsätze wirken auf Dauer auch recht hart.

Deswegen sollte man seinen eigenen Rhythmus finden. Kurze und lange Sätze sollten sich abwechseln. Der Sinn besteht nicht darin besonders viele kurze Sätze zu bauen, sondern den Leser glücklich zu machen. Der Leser soll Spaß an dem Blog haben. Dieser Spaß geht oft mit einem gewissen Lesegenus einher. Ein minimaler  „4-Wort-Satz-Schreiber“ verschreckt den Leser genau so, wie der „Bandwurmsatz-Akrobat“.

Tipp: Kurze und lange Sätze sollten sich abwechseln.

Also immer im “Flow“ bleiben und an den Leser denken.

Was sind Eure Schreibtipps?

Wenn ihr sie teilen wollt, ab in die Kommentare damit!  

 

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