5 Tipps: Die Blogschreibe verbessern

Geschrieben von:

Wie schreibe ich bessere Blogartikel?

Seit einiger Zeit arbeite ich daran meine „Schreibe“ zu verbessern. Schreiben ist die Fähigkeit, die jeder Blogger einfach verbessern muss.

Wie ich festgestellt habe, ist das anscheinend  ein kleines Tabuthema. Möglicherweise haben Blogger Angst davor ihre Reputation der Textsicherheit zu zerstören. Der Gedanke ist völlig unbegründet. Welchem Profisportler würde man entgegenhalten, dass er täglich trainiert?  Warum sollte man also einem Blogger vorwerfen, dass er Schreibtraining macht. Ein Grundlagentraining hatte ich in meinem Artikel 3 Blogbasics für Fotografen  schon mal vorgestellt. In diesem Artikel geht es viel mehr darum, mit einem  Vorurteil aufzuräumen: Schreibtalent ist nicht nur angeboren! Viele Menschen denken, man hat es, oder man hat es nicht.

Das ist absoluter Blödsinn.

5 Tipps die  mir geholfen haben meinen Blogsschreibstil zu verbessern

 

1) Arbeite an deinen Blog-Artikeln: Entwickle dich!

Ein Blogger sollte sich entwickeln können. Damit das funktioniert, hilft es seine eigenen Artikel kritisch zu hinterfragen. Versuche die Schwachstellen in deinen Blog-Artikeln zu erkennen. Lese deine eigenen Blogartikel auf jeden Fall, bevor sie online gehen! Lese sie am besten laut. Richtig, laut vorlesen, denn so merkt man viel schneller, ob sich etwas merkwürdig anhört oder die Grammatik geschändet wurde.

Schau dir deine Blogartikel in regelmäßigen Abständen  nochmal an!

Viele Blogger verwenden viel Zeit darauf ihre Kernartikel regelmäßig zu überarbeiten. Nicht nur um diese aktuell zu halten, auch um Rechtschreib- und Grammatikfehler auszubessern. Wobei Kernartikel, die  Artikel sind, die am meisten Zugriffe haben.

Was am meisten gelesen wird ist am wichtigsten!

Dazu gehören auch die Seiten die an wichtigen Stelle im Blog  stehen, also  die Über Uns Seite des Blogs, oder Angebotsseiten und Landig Pages.

Stell dir folgende Fragen:

  •  Was kannst du besser machen?
  • Wo wiederholst du Dich (inhaltlich & stilistisch)?
  •  Wie könnte die Information besser vermittelt werden?
  •  Wie kanst du unterhaltsamer & verständlicher schreiben?

Das ist der erste Schritt um deine Blogartikel zu verbessern:

  1. Kritisch die eigenen Artikel lesen
  2. Verbesserungen für weitere Artikel planen
  3. zu 1 springen 😉

So was geht natürlich nicht über Nacht. Schreiben ist eine Fähigkeit wie Joggen, Klavierspielen oder Jonglieren. Manche Menschen sind talentierter als andere, das ist klar. Aber seien wir doch mal ehrlich: selbst der talentierteste Jongleur hat nicht sofort angefangen mit 5 Kettensägen zu üben, bei denen von anfang an der Motor an war.

Tipp: Versuche dich an kleinen Stilverbesserungen. Nimm dir für neue  Artikeln kleine Verbesserungen vor. (z.B. neue Stilmittel, anderer Artikelaufbau, kürzere Sätze ect.).

2) Verbessere deinen Blog-Schreibstil schrittweise!

Oft habe ich gehört: “Hey, super Fotos, aber verbessere echt mal deine „Schreibe“! Das habe ich gemacht und erste Erfolge erzielt. Scheinbar bin ich ein gutes Beispiel für das Klischee:  „Wer visuell geprägt ist, tut sich oft schwer mit Worten.“

Auch für Fotografen oder bildende Künstler gilt Folgendes: Verbessern kann man sich immer!

Wobei „besser“ klarer, verständlicher und lesbarer bedeutet.

Mach dir folgendes klar

Du schreibst Blogartikel! Ein Blogartikel ist ein bestimmtes Format. Genau  wie bei einem Sonett, einer Kurzgeschichte, oder einem Roman sind die Besonderheiten des Formats zu beachten. Passe deinen Schreibstill auf das Format „Blogartikel an.

Der Artikiel muss kurz, informativ und unterhaltsam sein. Du bist kein Kleist, kein Thomas Mann und schon gar nicht Adorno!  Deswegen lass die Finger von deren Schreibstilen (die waren auch keine Blogger!). Absätze und Zwischenüberschriften sind bei einem Blogartikel viel wichtiger, als bei einer Kurzgeschichte (auch aus dem SEO-Aspekt um bei Google gefunden zu werden).

 3 Schreib-Tipps die mir geholfen haben:

–          Schreibe im Aktiv

–          Erstelle eine Blog-Artikel Struktur

           (z.B. Einleitung, Pointe, Call to Action ect..)

–          Weniger ist mehr!

Übertreibe es nicht mit den Adjektiven und der Textlänge. Bei umfangreicheren Themen kann ein Blogartikel auch mal 2000 Worte haben. Diese sollten aber so aufgearbeitet sein, dass sie den Leser nicht verschrecken. Deswegen gilt als Faustformel für Artikel:

Besser zu kurz als zu lang!

Tipp: Das kostenlose E-Book „Einfach besser schreiben“ vom Blog Schreibsuchti kann ich jedem ans Herz legen. Eine übersichtliche Pdf-Datei, die einige Hilfestellungen gibt.

Wer es lieber kürzer  mag, dem emfpehle ich die 20 einfachen Regeln zu Verbesserung des Schreibstils von der TU-Freiberg.

3) Mehr Blog Posts schreiben hilft:  

Die 30 Minuten Übung

Beim schreiben ist es wie mit jeder Fähigkeit, nur durch Übung wird man besser! Das mag eine Binsenweisheit sein, aber sie stimmt! Also sollte man auch die Konsequenzen daraus ziehen und täglich schreiben. Das hilft! Die täglich 30 Minuten Taktik verbessert den Schreibstil ungemein!

30 Minuten: Der Blog Quicky

Jeden Tag sucht man sich ein Artikelthema raus und das wird in 30 Minuten ausformuliert. Das Zeitlimit ist wichtig, damit man schneller und besser im Ausformulieren wird. Am nächsten Tag wird der Artikel kritisch gelesen (max 10 Minuten) und 20 Minuten verbessert. Das macht man solange, bis man mit dem Artikel zufrieden ist!  Dadurch können einzelnen Texte schrittweise überarbeitet werden. Hey 30 Minuten hat wohl jeder pro Tag übrig! Auch wenn nach dem Blogger Schreibsuchti Binsenweisheiten als die Nr.1 Langweiler der Blogwelt bezeichnet werden, hier kommt eine die wirklich hilft:

Schreibe täglich 30 Minuten!
Du bist ein Schnellschreiber und verfasst 3 Artikel in 30 Minuten? Klass, dann bringt dir die tägliche Übung mehr Artikel. Deine Leser werden sich freuen. Versuche dich dann an deiner eigenen Zeiteinteilung. Behalte dabei auch die 1/3 Schreibregel im Hinterkopf (1/3 Recherche, 1/3 Schreiben, 1/3 Korrektur & Überarbeitung).

4) Vergiss die Zensur die im Kopf stattfindet!

Schreibe den Blog-Artikel pointiert

Etwas das mir geholfen hat pointierter zu schreiben ist folgender Trick: Ich klammere bewusst die inneren „Zensur“ aus. Einfach schreiben!

Ein Artikel wird  besser, wenn er eine klare Aussage hat!

Wenn Gedanke kommen wie „Dass kann ich nicht schreiben“ oder  „das stimmt so nicht, das ist zu allgemein“, ist es oft das Beste es genau so zu schreiben.

Solange die Struktur klar bleibt solte man seinen Impulsen freien lauf lassen.  Keiner wird dich verurteilen, wenn dein Blogartikel nicht absolut  richtig ist.

Aber deine Leser werden dich fallen lassen, wenn deine Blog-Posts nicht prägnant und unterhaltsam sind! Das macht deine Artikel nämlich lesbar.

Trau dich also auch mal etwas zu schreiben das nur auf ein unterhaltsames Minimum an Information gekürzt ist.

5) Denke an deine Leser und komme zum Punkt!

Wenn du einen Artikel schreibst, denke daran wer ihn lesen wird!

Die meisten Blogger denken zuerst nur daran den Artikel zu schreiben. Das ist gut im ersten Schritt. Dieses Verhalten motiviert. Man bekommt etwas aufs Papier (bzw. den Bildschirm). Alles schön und gut.

Im zweiten Schritt sollte man sich unbedingt fragen:

“Wer soll das lesen?“

Das ist wichtig, damit man nicht vom Thema abschweift. Auch wenn man sehr  viel Informationen in einen Blog-Artikel stecken möchte, sollte man sich begrenzen.

Zu viele Informationen verwirren den Leser nur. Ja, es kann ihn sogar richtig quälen, wenn der Blogger nicht zum Punkt kommt oder zu ausführlich wird.

Deswegen am besten „kurz und schmerzlose schreiben“.

Blogleser haben eine kurze Aufmerksamkeitsspanne.

Darum gib dem Leser was er sucht! Liefere Entertainment und schreibe informativ! Das ist auch in 500 bis 1000 Worten möglich! Dabei besteht kein Spielraum für Abschweifungen. Deswegen solltest du niemals den Leser ärgern und zum Punkt kommen.

Habt ihr Schreibtipps?

Wie schaut es bei euch aus?  Konnten meine Schreibtipps  euch etwas weiterhelfen?

Macht ihr selber eine Art Schreibtraining?

Wenn ihr für mich noch Schreibtipps habt, schreibt sie doch in die Kommentare, denn das Ziel  meine „Schreibe“ zu verbessern ist ein Langzeitprojekt. Ich freue ich mich über jede Hilfe, Buchtipps oder Anregungen. Ach ja, wer jetzt noch Tipps zum Visuellen Bloggen sucht, der folgt am besten dem Link zu meinem Blogartikel.

9
  Auch lesen!

Kommentare

  1. Andreas Altenhoff  August 31, 2014

    Vielen Dank für die 5 sehr hilfreichen Tipps!

    Ich führe zwar theoretisch schon etwas länger mein Blog, aber erst in den letzten Wochen hat mich das Blog-Fieber erst wirklich erfasst.
    Gerade deswegen finde ich dieses Tipps auch sehr hilfreich für mich, da ich denke, dass ich an meiner Schreibweise noch so einiges verändern könnte, bzw. müsste.

    Gruß, Andreas

    antworten
    •  September 1, 2014

      Hallo Andreas,
      das freut mich das ich mit dem Tipps weiterhelfen konnten. Je mehr man schreibt, desto mehr erkennt man, was man alles besser machen kann. Vor allem wenn man Fotografie als Thema hat und es ja hauptsächlich um Bilder geht und nicht um Worte.Deinen Blog gefällt mir auch sehr gut und ich habe ihn gleich auf meine Leseliste gesetzt.
      Beste Grüße

      antworten
  2. Susanne  September 19, 2014

    Hallo,
    habe Dein Blog gerade erst durch einen Link im Photokina-Bloggertour-Artikel von pixelsophie entdeckt.
    Deine Schreibtipps sind alle richtig, aber einen, für mich den wichtigsten, hast Du vergessen: Wer gut schreiben will, muss lesen. Viel lesen. Nur durch das Lesen anderer Texte bekommt man ein Gespür dafür, wie Worte wirken und welche Schreibstile es gibt. Außerdem verbessert das Lesen anderer Texte den eigenen Stil, weil ein bisschen doch immer abfährt und einem schiefe Formulierungen und falsche Bilder beim Korrekturlesen in den eigenen Texten schneller auffallen.
    Ansonsten gilt, wie Du schon richtig geschrieben hast: üben, üben, üben.
    LG, Susanne

    antworten
    •  September 19, 2014

      Hallo Susanne,
      hey das freut mich aber, dass du auf meinen Blog gestoßen bist.
      Absolut richtig, das Lesen von Texten ist sehr wichtig. Auch das erkennen was das lesenswerte eines Textes ausmacht bringt einem sehr weiter.
      Danke für die Ergänzung
      Beste Grüße

      antworten
  3. Alexander Liebrecht  September 13, 2016

    Hallo Admin,
    ich kann mich entsinnen, hier bei dir schon einmal oder mehrere Male kommentiert zu haben. Das dürfte aber schon eine ganze Weile zurückliegen, soweit ich es weiss. Dieses Mal eilte ich hierher, weil ich auf der Recherche nach Blogger-Tipps in Google war und dein Suchtreffer war in den Top 100. Also nun bin ich hier und las mir gerne dein Schreibtipps durch.

    Ehrlich gesagt, habe ich eine Art und Weise eines Schreibtrainings noch nie vollbracht, aber mein Vorteil ist es, dass ich täglich bloggen und somit viel viel üben kann. Da ich immer mehr andere Blogs lese, kommt auch etwas Übung mit rein. So denke ich mir mal, dass meine Schreibe interessant ist. Das erfährst du aber erst, wenn es Feedback gibt. Dieses hier verlinkte Blog ist noch ganz am Anfang des Blogplans und ich hoffe, dass mir alles gut gelingen wird.

    Sich verbessern – kann man immer, dem stimme ich voll und ganz zu. Dass ich inzwischen mit Zwischenüberschriften, fett, kursiert und unterstrichen oder den Drop-Caps arbeite, habe ich alles durch solche Blogger-Tipps erfahren und nutze diese Art und Weise der Artikelstruktur sehr gerne. Wie heisst es so schön: „Onlineleser scannen unsere Texte mehr als wirklich gelesen wird“. Das bedeutet wiederum, dass wir Schreiberlinge eine gute Post-Struktur haben müssen und anders geht es nicht.

    Korrekturlesen gehört zum Blogger-Alltag und es muss sein. Dank der Browser-Rechtschreibprüfung wird mir ein Stück Arbeit abgenommen, aber dennoch vor der Publizierung mehrmals durchlesen. Im Nachhinein im Blog-Frontend habe ich auch Flüchtigkeitsfehler entdeckt, die ich dann nachkorrigierte. Das passiert mal und Hauptsache, man hat diese gesichtet, bevor es der Leser macht oder oft nicht macht :)

    Ich würde hier noch gerne einen Kommentare-Funktion-Verbesserungsvorschlag entgegen bringen und zwar fehlt bei dir noch das Mail-Kommentar-Abo, welches dafür da ist, damit deine Leser deinen Antworten besser folgen können. Es sorgt auch für das eventuelle Fortsetzen einer Kommentar-Diskussion. Deine Stammleser würden es dir nur danken. Vielleicht eine Überlegung wert oder…?!

    antworten
    •  September 14, 2016

      Hallo Alexander,
      danke für deinen ausführlichen Kommentar und den Verbesserungsvorschlag.
      Weil du so umfangreich kommentiert hast, versuche ich mich mal in einer umfangreichen Antwort :)

      Zur Schreibe:
      Eine spezielle „Schreibe“ ist das,was Blogger zukünftig von „robo-content“ unterscheiden wird.
      Informationen durch ein Texttool jagen kann jeder.
      Aber unterhaltsam und informativ schreiben, das ist eine Kunst die man üben muss.
      Das ist der Fingarabdruck, das Markenzeichen und die Essenz des Bloggens.
      Klar, nicht jeder Artikel kann ein „Meisterwerk“ werden, aber die Ambition gut zu schrieben sollte da sein.
      Deswegen die Schreibtipps.
      Und deswegen auch mein Rat dem ich jedem Blogger gebe: Übe an deinem Schreibstill (Üben,Üben Üben 😉

      Aber das „Wie“ ist natürlich nur die halbe Miete:
      Die Informationen auf deinem Blog müssen auch 1a sein.
      Ja, ja, das alte Lied: Content is King!
      Den die Inhalte ziehen oft die Leser auf deinen Blog.
      Ob sie dann länger bleiben hängt, dann wieder etwas an dem Schreibstil, dem Design und anderen weichen Faktoren.
      Aber das ist ein wirklich umfangreiches Thema. (Die Erfolgskatoren von einem Blog habe ich etwas ausführlicher in meinem Buch Das Blogspiel* beschrieben, das gibt es auch für Kindl unlimited Kunden als „kostenloses“ E-Book* bei Amazon)

      Ende mit dem Werbeblock und zurück zu weiteren Schreibtipps:
      Tipps die auf Zwischenüberschriften und die Struktur abzielen haben meistens einen Gedanken:
      Der Artikel soll übersichtlich und ansprechend für den Leser gestaltet sein.
      Das Scannen ist ein Faktor.
      Ob der Artikel ansprechend gestaltet ist hängt natürlich auch an dem Leser!
      Es gibt auch Leser die lange Textblöcke gut finden!
      Und „Leser“ die nur Fotos wollen 😉
      Das kommt immer etwas auf deiner Zielgruppe an, die du mit deinem Blog ansprechen möchtest.
      Deswegen sollte man auch immer etwas experimentieren und schauen welche Artikel gut funktionieren.
      (oft liegt es am Thema, aber manchmal auch an anderen Faktoren).
      Richtige „Profis“ gehen sogar so weit und testen ihre Artikel Überschriften mit dem A/B-Test durch.
      Das kann helfen (ich finde das aber in vielen Fällen etwas übertrieben).

      Danke für den Verbesserungsvorschlag.
      Ich habe mir das vor einiger Zeit auch überlegt die Funktion einzubauen und mich dann dagegen entschieden.
      Klar, die „Kommentar-Abbo“-Funktion vereinfacht Diskussionen in den Kommentaren.
      Vielleicht ziehe ich so auch etwas mehr Besucher auf den Blog.
      Aber zu welchem Preis?
      Durch eigene Nutzung in anderen Blogs habe ich festgestellt, das für mich die Funktion oft zu „Spammy“ ist.
      Es nervt mich, wenn ich mich einmal für Kommentar-Infoas eintrage und dann X-Jahre nachher noch über neue Kommentare zu einem Blogartikel informiert werde und mich dann austragen muss.
      Die Masse meiner Leser ist sowieso etwas „Kommentarfaul“ (was ich verstehen kann, da ich auch mehr Blogs lese als kommentiere ;).

      Viel Erfolg mit deinem Blog und
      Beste Grüße
      Stephan

      antworten

Schreibe einen Kommentar