6 Tipps für künstlerische Portaitfotos

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Der Wunsch künstlerisches Portraitfotos zu machen kann aus vielen Gründe haben: als Arbeitsaufgabe im Kunstunterricht in der Schule (das war meine erstes „ernsthaftes“ Zusammentreffen mit dem Thema Portraitfotografie), oder zur Erweiterung des Fotografen Portfolios. Hier kommen 5 Tipps wie man künstlerische Portraifotos fotografieren kann. Die Tipps sollen als Anregung verstanden werden und etwas den  Geist frei zu machen von strikten Gestaltungsregeln.

1. Ausprobieren & Die Regeln brechen

Ein Portraitfoto bei dem die Schärfe nicht auf den Augen liegt, sondern auf der Zigarette. Es wird gegen die Regel verstoßen "die Schärfe muß auf den Augen liegen"

– Ein Portraitfoto bei dem die Schärfe nicht auf den Augen liegt. Es wird gegen die Regel „die Schärfe muß auf den Augen liegen“ verstoßen

Wer besondere Portraits machen möchte, sollte viel Ausprobieren. Absichtliches brechen der Gestaltungsregeln der Fotografie kann als Stilmittel verendet werden (z.B. kann man sich dazu Entscheiden die Regeln des goldenen Schnitts absichtlich zu ignorieren, oder sich nicht an die Fokussierung der Augen klammern, kreativ Unschärfen nutzen ect.).

Warnung: Übertreibt es nicht! Schnell kann dabei nur ein schlechtes Foto herauskommen, das nichts mit Kunst zu tun hat.

 

2. Inspiration suchen

Such euch Inspiration bei anderen Peoplefotografen und Portraitkünstlern die Euch zusagen! (Man Ray, Miroslav Tichie, Elliot Erwitt, Uwe Ommer. Kreative Bildideen sind die halbe Miete für ein gutes Portraitfoto.

Wichtig! Kopiert nicht einfach, sondern analysiert, was euch an den Fotografien anspricht und entwickelt daraus eigene Bildideen

 

3. Arbeite in Serien

Ein perfektes Portrait zu machen welches eine Geschichte erzählt ist schwierig. Leichter wird es wenn man eine Aussage durch eine Bildserie macht. Bildserien haben den Vorteil das man mit mehreren Bildern Arbeiten kann und dadurch auch Kontraste durch die einzelnen Bilder setzen kann. Wenn man sich stärker mti dem Thema der Bidserie beschäftigt entwickelt man auch  mehr Fotoideen. Das Thema einer Bildserie kann  einem Jahrelang begleiten und zu einer fotografischen Weiterentwicklung führen.

 

 

Tipp zur Bildserie:  Bei einer Bildserie sollte man sich immer ein Thema suchen zu dem eine Verbindung oder ein Interesse besteht. (Beispiel: Körperschmuck, Menschen die rauchen ect.)


 

4. Arbeitet das typische heraus.

Ein schwarz-weiß Portrait. Auch hier wurde gegen das Dogma "Die Augen müssen gestochen Scharf sein" verstoßen.

– Ein schwarz-weiß Portrait. Auch hier wurde gegen das Dogma „Die Augen müssen gestochen Scharf sein“ verstoßen.

Was ist typisch für den Menschen den ihr fotografieren wollt?

Bei einem Portrait ist es wichtig das typisches herauszuarbeiten. Was kann das sein? Wie setzt man es im Bild um? Eine Möglichkeit ist es sich auf einen Aspekt der Person zu konzentrieren und im Foto thematisch zu betonen. Dieses kann durch die Mimik, die UmgebungFotoassesoirs oder eine tpyische Pose dargestellt werden. Tänzerinnen können  beim Tanzen portraitiert werden. Ein glücklicher Mensch lachend. Ein Klavierspieler am Piano. Eine Mutter mit Kinderspielzeug auf dem Arm. Einen Raucher mit einer Zigarette.

Tipp Schwarz-Weiß:  Farbe lenkt oft ab. Schwarz-Weiß Fotografie ist eine Möglichkeit, die von vielen Portaitfotografen genutzt wird, um ein Foto von der Farbe „zu befreien“. Die popolarität von schwarz-weiß Fotos zeigt sich auch in deren Verwendung bei Fotowettbewerben wie dem World Press Photo Contest oder den Sony World Photography Awards.


 
 5. Perspektiven & Bildausschnitte

Die Wahl der Perspektive ist ein einfaches Mittel um eine Bildaussage zu unterstreichen. Jemand der in der Froschperspektive aufgenommen wird wirkt dominanter, Menschen die aus der Vogelperspektive aufgenommen werden wirken oft verletzlicher. Experimentiert mit dem Bildausschnitt.




 6. Assesoirs & Umgebung nutzen

Verschiedene Assesoirs, der Ort an dem ein Portaitfoto gemacht wird oder die Lichtstimmung der Location können entscheiden sein für ein Portait. Das setting kann die Bildaussage beeinflussen. Wenn diese Stilmittel geschickt eingesetzt werden können sogar Inhaltliche Kontraste gesetzt werden. Man kann z.B. eine Personengruppe in einer ungewohnten Umgebung portraitieren (Polizisten im Schlachthaus, eine Punkband vor einem Polizeirevier, Fashionmodels auf den Bauernhof, Landwirte auf einem Laufsteg ect.). Die Personen können durch die Verwendung von Gegenständen ein anderes Image bekommen (z.B. ein Rocker der anstelle einer Bierflasche eine Babymilchflasche in der Hand hält und mit einem anderen Rocker anstößt). Der Verfremundgsefekt kann die gesammte Bildwirkung des Portrais ausmachen.

Linktipp:

Wer weitere Anregungen braucht, dem empfehle ich mal im Blog von neunzehn72  den Artikel: 10 einfache Tipps für natürliche Portrais zu lesen.

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Kommentare

  1. Tina  August 26, 2013

    Danke für die wieder einmal sehr tollen und hilfreichen Tipps…….Ich denke auch, dass solche Dinge den Unterschied zwischen einem 0-8-15-Portrait und einem wirklichen Kunstwerk machen
    Liebe Grüße
    Tina

    antworten
  2. Irina  August 28, 2013

    Danke für die Tipps :) Habe seit kurzer Zeit eine Spiegelreflex und bin noch fleißig am Ausprobeiren. Daher kommen Tipps immer sehr gelegen 😉

    Liebst Irina

    antworten
  3. Jule  Mai 21, 2014

    tolle Tipps, die können echt hilfreich sein :)

    antworten
  4. Nicole  Dezember 12, 2014

    Hallo

    Die Tipps finde ich sehr gut und interessant 😉 Danke.
    Die Bilder dazu wunderschön.
    Ich muss mir unbedingt mal ne schöne Kamera kaufen und dann probiere ich mich auch mal ein wenig aus..

    Liebe Grüße

    antworten
  5. vivivi  Juni 19, 2015

    Gerhard Richter ist ein Künstler der künstlerische Fotos macht und auch fotorealistisch malt. Da verschwimmen die Übergänge zwischen der Malerei und der Fotografie. Sehr zu empfehlen.

    antworten

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