Fotosicherung on Location

Geschrieben von:

Keine Angst vor Datenverlust!
Mit den top 5 Festplatten für unterwegs ist man sicher


Warum die Fotosicherung on Location so wichtig ist

Ihr kommt von einem Fotoshooting und wollt euch die Bilder anschauen.
Beim Einstecken eurer Speicherkarte bekommt ihr eine Fehlermeldung.
Die Speicherkarte ist defekt!
Alle Fotos sind weg!
Und was nun?
Diese Situation ist DAS Horrorszenario von jedem Fotografen.
Die Lösung ist einfach: Vorbeugen durch regelmäßige Datensicherung.
Und zwar schon on Location!

Wie man seine Fotos in der Cloud sichert, habe ich schon einmal ausführlich berichtet.
Aber wie macht man das on Location?
Die Zeit für Outdoor-Shootings hat gerade begonnen.
Wie sichert man seine Daten am besten bei einem Outdoor-Shooting,
weit ab von einem stabilen Internetzugang oder dem heimischen NAS*?
Die „mobile Datensicherung“ ist das Stichwort, was einem weiterhilft!
Wie die Profis das machen, erfahrt ihr in diesem Artikel.
Außerdem erhaltet ihr einen Überblick über die besten Festplatten zur mobilen Datensicherung aus dem Lowprice-Segment.

Top 5 „On Location-Festplatten“

Wenn du eine Tasche für deine Festplatte suchst, dann kann ich dir dieses Hardcase empfehlen, mit dem ich sehr zufrieden bin.

 

Das Problem mit der Datensicherung on Location:

Die Paul-Ripke-Story:
Der Starfotograf hat einmal in einem Interview gesagt, dass er schon unter Datenverlusten zu leiden hatte und deswegen alle Daten 3 mal on Location sichert .

Die Fotos werden sofort gesichert:

– auf einem Laptop
– auf externen Festplatten

Ich persönlich fühle mich erst sicher, wenn ich meine Fotos einmal extern gesichert habe. Es kommt bei mir oft vor, dass bei einem Shooting die Fotos auf vielen Speicherkarten verteilt werden. Ja, selbst meine 32-GB-Karte ist irgendwann mal voll und dann wird einfach zur nächsten Speicherkarte gegriffen.
Jeder hat schon mal die Geschichte gehört, dass bei einem Outdoor-Shooting eine Speicherkarte verloren gegangen ist. Der Speicherkartenwechsel beim Wildwasser-Rafting will gelernt sein. Da kann schon mal eine Karte über Bord gehen, wenn man nicht aufpasst.
Tja, dann ist die Speicherkarte weg!
Ok, das ist jetzt vielleicht übertrieben.
Aber die Gefahr, dass z.B. bei einer mehrtägigen Shooting-Tour Speicherkarten überschrieben werden, besteht.
Deswegen entspannt es mich ungemein, wenn ich die Fotos zeitnah sichern kann.
Bei der Datensicherung on Location greife ich gerne auf einen Laptop bzw. eine externe Festplatte zurück.
Eine externe Festplatte bietet sich an, da der Speicherplatz von meinem Laptop nicht so groß ist.
Aber welche Festplatte ist für unterwegs geeignet?

 

Festplatten-im-Bücherregal

Diese zwei älteren Festplatten aus der Serie „MyBook“ kann man als Buch getarnt ins Regal stellen. Das schöne Design ist für die Datensicherung on Location aber ungeeignet (Bücher links: Das Blogspiel).

 

Was muss die ideale on Location Festplatte können?

Folgende Eigenschaften sollte sie haben:

– handlich
– robust
– günstig
– gute Übertragungsgeschwindigkeit
– ausreichend Speicher

 

Mein Tipp: Oft und viel sichern!
Lieber ein Festplatte zu viel als zu weniger haben

Man sollte an Festplatten nicht sparen.
Um sicher zu gehen, dass man keine Daten verliert, sollte man eine günstige Festplatten für unterwegs verwenden. Auf dieser Festplatte kann man dann ganz entspannt die erste Datensicherung durchführen. Wenn diese Platte nicht ewig hält, dann ist es nicht so schlimm. Sie dient nur als provisorisches Speichermedium.
Deswegen sollte man diese Festplatte auch NIEMALS als einzigen Dauerspeicher verwenden.
Die kleine und günstige Festplatte dient nur zur 1. Sicherung oder dem Transport der Daten.
In gewissen Abständen sollte man diese Festplatte auch aktualisieren (neu kaufen).
Speicherplatz wird seit Jahren immer günstiger und Bilddateien immer größer.
Deswegen ist es ratsam regelmäßig auf ein neues Modell zurückzugreifen. Die „alte“ Festplatte kann man immer noch für 2. Backups nutzen.

Festplatte-Toshiba

Klein und handlich: Meine Wahl für eine schnelle on-Location-Datensicherung:
Eine 2T Festplatte von Toshiba* und eine „Hardcase“-Schutzhülle*.

Wer jetzt sagt: „Ich habe es lieber robust“, den verweise ich auf einen Artikel aus dem Jahr 2015 von heise.de
Aber Vorsicht!
Der Artikel ist nicht gerade aktuell, dafür gibt er einen Überblick über die teuer-aber-robust-Lösung, die ich nicht unbedingt empfehlen kann.
Ich habe mal eine kleine Auswahl der beliebtesten Festplatten* rausgesucht, die für mich die Kriterien „günstig“ und „mobil“ erfüllen. Der Festplattenkauf in dieser Preisklasse orientiert sich nach meiner Erfahrung an persönlichen Faktoren. Gespräche mit Freunden und Bekannten sind oft wichtiger als Testergebnisse und technische Daten.
Oft ist auch diese Frage für den Kauf ausschlaggebend:
„Welche Festplatte ist gerade günstig im Angebot?“

Worauf kann man sich den stattdessen verlassen?
Einen wirklich objektiven Langzeit-Test gibt es von den meisten Platten nicht.
Viele Modelle sind nach 1-2 Jahren schon nicht mehr auf dem Markt.
Deswegen versuche ich gar nicht objektiv zu sein, sondern gebe euch nur folgenden Tipp:
Kauft euch eine günstige Festplatte und sichert, was das Zeug hält!
Eure Daten werden es euch danken.
Von der Auflistung nutze ich aktuell die Nr. 1 der Liste (Toshiba) in der 2T Version* selber und bin damit auch sehr zufrieden. Mein „Set“ Toshiba-Festplatte und Schutzhülle* kostet zur Zeit um die 90 €
Das sollte einem die Datensicherheit doch wert sein (bzw. es geht auch 30 € günstiger, wenn man zu einer kleineren Festplatte greift)!

Datensicherung-Set

Meine Wahl: sicher, aber nicht teuer.
Die 2T USB-3.0-Festplatte von Toshiba und eine Schutzhülle gibt es schon um die 90 €.

 

Top 5 Festplatten für die Datensicherung unterwegs:
[Stand 2017/05]

1. Toshiba Canvio Basics*

Klein, handlich und günstig. Mit dieser Festplatte kann man zügig seine Daten sichern. Ich selber nutze diese 2 T Version zum „Datentransport“ und on-Location-Datensicherung.

2. Segate Expansion Portable*

 

Sieht modisch aus: Neben dem hübschen Design ist die Festplatte auch recht schnell.

3. Intenso Memory Case*

Die „kleine Schwarze“ von Intenso im klassischen Kasten-Design.

 

4. WD Elements Portable*

 

 

Etwas schwerer als anderen kleine Festplatten, aber mit ihren 299 g noch immer ein Leichtgewicht.
Ich habe über die Jahre verschiedene Festplatten von WD-Elements verwendet und war mit ihnen immer zufrieden. Die „MyBook Serie“* kann ich z.B. für die permanente Datensicherung empfehlen. Auch wenn sie mittlerweile rechteckig geworden ist.

5. Transcend StoreJet M3 Anti-Shock*

 

Viele schwören im Segment Günstig-aber-trotzdem-robust auf Transcent. Es gibt verschiedene Meinungen, ob das Silikongeäuse und die anti-Schock-Mechanismen in dieser Preisklasse wirklich effektiv funktionieren.
Ich wäre generell skeptisch. Mann sollte von günstigen Festplatte keine Wunder erwarten.

hardcase-Hülle-Festplatte

Oben: eine Festplatten-Schutzhülle.
Unten: DAS Style-Accesoire, der offizielle Fotominunten.de-Aufkleber

 

Tipp: Kaufe eine Schutzhülle für die Festplatte

Festplatten mögen es nicht, wenn sie gestoßen werden. Oft sehe ich es, dass Wechselfestplatten in die Laptoptasche gestopft werden.
Da sind längerfristig Schäden vorprogrammiert.
Das sollte man nicht belächeln!
Transportschäden sind häufige Gründe, warum Festplatten nicht mehr funktionieren.
Deswegen mein Tipp: Organisiere dir eine Schutzhülle!
Diese kosten nur ca. 7 € und schützen die Festplatte. Außerdem kann man in diesen Boxen auch gut die USB-Kabel unterbringen. So hat man alles griffbereit.
Klar sollte sein, dass solche günstigen Hüllen nicht ewig halten.
Typischerweise geht irgendwann mal der Reißverschluss kaputt.
Aber hey, solange ist eure Festplatte sicher!

Mein Festplatten-Case
Die Schutzhülle

Lustigerweise steht in der Beschreibung die Bezeichnung „Hardcase“. Das finde ich etwas übertrieben, da diese „Box“ nicht so robust ist. Insgesamt ist sie aber gut gepolstert und erfüllt ihren Zweck.

 

Hardcase-Festplatte

Der Aufkleber ist drauf und das Hardcase ist einsatzbereit!
Sieht gleich viel besser aus.

Festplatten-Tasche

Praktisch: Über dem Schaumstoff-Schutz hat die Tasche ein Fach für das USB-Kabel der Festplatte.

Fazit: An einer günstigen Extrafestplatte sollte man nicht sparen!

Die Unterschiede von Preis und Leistung sind in dem günstigen Festplatten-Segment minimal.
Für was man sich entscheidet, ist oft auch eine Frage der persönlichen Vorlieben. Beachten sollte man aber, dass diese kleinen, transportablen Festplatten nicht 100 % sicher sind.
Ja, wie jede Festplatte können sie auch kaputt gehen. Es gibt keinen absoluten „Datensafe“. Wer seine Daten mit sich trägt, der muss auch mal damit rechnen, dass so eine Festplatte den Geist aufgibt.
Deswegen rate ich zur Zweit- und Dritt-Sicherung der Daten!
Dafür sind die günstigen Festplatten perfekt geeignet.
Also lieber ein mal mehr sichern!

Sicher ist Sicher!

 

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Kommentare

  1. Tobias Wuntke  Juni 3, 2017

    Auch wenn sie etwas teurer sind als herkömmliche Festplatten. Ich würde noch SSDs in einem externen Gehäuse erwähnen. Diese Platten sind nicht so stoßempfindlich, da intern keinerlei mechanischen Teile verbaut sind. Und je nachdem wieviel man shootet, sollten diese vom Platz her auch ausreichend sein. Bis ca 150 EUR (ohne Gehäuse, kostet nochmals ca 15 bis 20 EUR extra) bekommt man aktuell ca 500GB.

    antworten
    •  Juni 3, 2017

      Stimme dir absolut zu.
      SSDs sind meiner Meinung generell die Zukunft.
      Und auch viel sicherer als Festplatten.
      Leider sind sie vom Preis her noch etwas kostspieliger.
      Wenn man seine Daten richtig sichern möchte haben will sollte man den geringen Aufpreis zahlen.

      Viele Grüße
      S.

      antworten

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