Nur noch neun Tage Utopia – Buchvorstellung

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Nur Noch 9 Tage Utopia –  Vorstellung einer  Dystopie

Was macht im Sommer mehr vergnügen als mit einem Buch an einem See zu liegen?

Deswegen dachte ich mir, dass ich das Sommerloch nutze und eine Buchvorstellung mit „Seegerechte“ Unterhaltungsliteratur mache.

Damit meine ich, dass meine üblichen Fotobildbände und Fotografie-Sachbücher vorstellungen einfach ungeeignet sind,  um Sie mal kurz ins Schwimmbad mitzunehmen.

Deshalb stelle ich hier die Dystopie Nur noch neun Tage Utopia vor!

Dystopie, Utopie oder Since Fiction?

Da ich ein sehr großer Fantasy und Science Fiction (SF) bin  greife ich ein Buch aus dem Subgenres, der utopischen Literatur auf.

Mir ist bewußt, das diese Genre streng genommen eigenständig ist und nicht zwingende mit Fantasy und SF im Verbindung gebracht werden muss. Zu den Verfassern von Utopien gehöhren ja auch bekannte Philosophen  wie Platon  (Der Statt) oder Thomas Morus (Utopia). Wenn man in einem Buchladen nach modernen Utopien sucht findet man sie meistens in der Ecke mit Fantasy und SF. Deswegen die pragmatische Einteilung als Subgenre!

Wo spielt das Buch: Was ist Utopia?

Utopia: Eine Welt in der das Essen synthetisch ist, „Äpfel“ aus der Mode gekommen sind und lernen am besten funktioniert wenn es  per Infusion „direkt ins Gehirn“ geht. (nicht Video to Brain sonder Brain to Computer). Ach ja und Pflanzen sind übrigends abgeschafft.

Der Plot (ohne Spoiler)

Eine kleine Gruppe von Rebellen versucht sich gegen „die Machthaber“ zu behaupten und die Welt von Utopia zu verändern.

Der Roman beginnt kurz vor der Volljährigkeit von David. Davids Bruder ist in der Freiheitsbewegung und  stellt David vor die Entscheidung, ob er die Welt verändern will oder nicht.

Das ist der Anfang von Nur noch neun Tage Utopia dem Debüt Roman der Autorin Katherina Heinrichs.

9 Tage Utopia: Wie bin ich darauf aufmerksam wurde

Auf der Suche nach alternativer Science Fiction Literatur wurde ich auf 9 Tage Utopia aufmerksam gemacht. Immer  wenn ich es schaffe das Gespräch auf Fantasy und SF Literatur zu lenken frage ich nach „Geheimtipps“. Das ist ein klein bischen wie Perlentauchen und im Laufe eines dieser „SF-Suchgespräche“  bekam ich folgenden Tipp:

dann schau dir doch mal 9 Tage Utopia an, das ist kein SF sondern eine Dystopie aber das könnte dich bestimmt interessieren.“

NSA Skandal schon damals vorausgeahnt?

„Wir leben in einem Überwachungsstaat. In einer Diktatur die uns Demokratie vorgaukelt“ (S. 264)

Wozu Telepatie wenn man eh gleich denkt“ (S.26)

„Wieso lädst du dir die Nachrichten nicht direkt runter? Das geht doch viel schneller. Nur verlinken und zack!“ (S.10)

Das sind nur einige Zitate aus dem Buch, die meiner Meinung gut Zeigen, was mir an dem Werk gefallen hat. Es ist lebhaft geschrieben unt führt pointierte Gesellschaftskritik durch die sprache der Protagonisten an. 

Meine Meinung:

Wer eine Utopie (bzw. Dystopie) sucht die Charm hat und etwas anders ist, als die klassischen Utopien, die man aus dem Genre kennt, der  ist in Utopia richtig!

Wer Sternenkanonen, Roboterkriege, Cyborg-Horror-Visionen  oder ähnliches sucht wird mit dem Buch nichts anfangen können. Ebenso wer Matrix Teil IV erwartet wird mit dem Buch nicht glücklich werden.

Wer ein Buch sucht das zum denken anregt, der kann sich in Utopia gut wiederfinden.Das Buch hat meiner Meinung  fast Jugendbuch-Charakter und ist sicherlich nicht nur für „alte Utopie Haasen“ gedacht, die Samiatikins Roman Wir schon im Erscheinungsjahr gelesen haben.   Mich hat an dem Buch begeistert, dass es nicht einfach auf „Angst“ und „Action“ abstellt. Es wird eine  Welt  mit einfachen erzählerischen Mitteln vorstellt. Das macht den Charm von Nur noch neun Tage Utopia aus. Die Welt spiegelt aktuelle Probleme unserer Welt wieder und genau das erwarte ich als Leser von gutem SF (oder moderner utopischer Literatur).

Wenn ihr ein orginells Sommerbuch sucht, was weit entfernt vom Main-Stream SF ist, dann schaut euch das Buch mal an.

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Kommentare

  1. Tina  Juli 23, 2014

    Mhm klingt eigentlich ganz spannend – nicht mainstream ist immer gut – danke für den Tipp!
    Hoffentlich habe ich in diesem Sommer noch ein paar Tage frei und noch ein wenig Zeit zum Lesen
    Liebe Grüße

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    •  Juli 24, 2014

      Die Zeit zum lesen wünsche ich dir auf jeden Fall!

      Ich bin ein großer Fan von „nicht mainstream“ bei Büchern. Aber man muss sich natürlich drauf einlassen.
      Die meisten Bücher, die man in einer Buchhandlung bekommt sind „geschliffen“. Die meisten Print on Deamand Werke oder Bücher von alternativen Verlagen (wie z.B. die SuKultuR Hefte) sind hingegen wie Rohdiamanten. Die Lektüre ist meistens nicht so eingängig.
      Ich persönlich lese das aber ganz gerne, wenn mich die Gedanken hinter den Werken ansprechen.
      Beste Grüße

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