Das 50mm-Geheimnis: Von Offenblende und Festbrennweiten

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Was für ein Objektiv brauche ich für die People- und Portraitfotografie?

Die Portraitschule Nr. 2 – Technik

Die „Objektiv-Frage“ stellen Anfänger sehr oft. Dabei kommt es hauptsächlich darauf an, was man fotografieren möchte. Für Headshots eignen sich Teleobjektive mit 70mm bis  90mm Brennweite. Für Gruppenportraits sind diese jedoch nicht zu empfehlen. Ein Normalobjektiv (50mm) dabei zu haben schadet niemals. Ein 50mm Objektiv ist seit Jahren fester Bestandteil meiner  Fototasche. Deswegen fange ich bei der Objektiv Vorstellung  auch mit dem wirklich preiswertesten 50mm 1.8 Objektiv an.

Everybodys Darling:

Das 50 mm 1.8 Objektiv

Das 50 mm 1:1.8 II Objektiv* erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Die Amerikaner nennen es sogar liebevoll „nifty-fifty“. Es hat einen guten Ruf, da es auch für  den kleinen Geldbeutel zu haben ist und dadurch gerade Fotoanfänger anspricht. Meiner Meinung nach gibt es im Wesentlichen 6 Punkte, die für das 50mm sprechen, auf die ich unten eingehe.

Aber was hat es denn nun genau mit dem 50mm Objektiv auf sich?  Besonders Fotoanfänger bekommen oft Aussagen zu hören wie: „Mit dem Objektiv werden deine Fotos besser“.  Ganz so einfach ist das nicht!  Ein Objektiv ist immer nur ein Arbeitswerkzeug. Wer sagt: “Diese Pfanne verbessert deine Kochkunst ungemein.“ meint damit nur, dass sie eine Arbeitserleichterung ist. Wenn man kein Rezept oder einen Idee hat, nützt einem das beste Arbeitsgerät nichts. Von einer Pfanne erwartet auch niemand das man mit ihr Suppe kochen kann. Genau so ist das auch mit dem 50 mm Objektiv. Es ist kein „Universal-Tool“, das dir automatisch gute Bilder liefert und Suppe kochen kann es auch nicht!

50 mm idiotensicher?

Die richtige Verwendung von Objektiven

Was ist denn nun das  „Geheimnis“ des 50 mm-Objektivs? Kurz gesagt; Das 50 mm „verzerrt“ die Abbildung nicht!

Die meisten Objektive sind für einen bestimmten Verwendungszweck geeignet (Gruppenaufnahmen oder Aufnahmen von entfernten Motiven). Wenn man gegen ihren Verwendungszweck fotografiert,  z.B. Gruppenfotos mit einem Teleobjektiv macht  oder Headshots mit einem 8 mm Fishey-Objektiv, bekommt man komische Ergebnisse. Dieses Problem hat man bei einem 50mm Objektiv nicht. Es verzerrt die Aufnahme nicht. Deswegen kann man auch sagen, dass es keinen „Spezialisierung“ hat. Es gibt in etwa das normale Blickfeld wieder (deswegen auch Normalobjektiv)- Wenn man nah an Personen herangeht, kann man mit ihm Headshots mit dem Objektiv machen, geht man weit  genug weg, bekommt man sogar  Gruppenfotos hin. Deswegen gilt das 50mm auch als idiotensicher. Am Ende gebe ich euch noch ein paar Foto Übungen mit auf den Weg, damit Ihr eure „Foto Skills“ mit einer Festbrennweite verbessern könnt.

Denn ein Objektiv macht keine guten Fotos, die guten Fotos macht nur der Mensch!

Pflanzenfoto-Blende-1-8

Das Blatt wurde mit dem 50mm Objektiv aufgenommen, bei einer Blende von 1.8. Man erkennt man den „Unscharfen Hintergrund“, also das Bokeh des Objektivs.

 Das 50mm Geheimnis

Das Geheimnis des 50mm-Objektivs setzt sich aus folgenden Faktoren zusammen:  es ist eine günstige Festbrennweite, die dazu einlädt mit offener Blende zu fotografieren. Deswegen kann man es auch gut für Portratifotos nutzen. Im Allgemeinen haben Festbrennweiten gegenüber vergleichbaren Zoomobjektiven mehrere Vorteile.

Allgemeines zu Festbrennweiten

Vorteile von Festbrennweiten

Sie sind:

–          preiswerter

–          schärfer

–          lichtstärker

–          leichter

Dafür haben sie auch einen Nachteil:

–          Man ist  auf 1. Brennweite begrenzt (das sagt ja schon das Wort Festbrennweite).

Das Zoom-Problem: Alles ist drauf um welchen Preis?

Dieser Nachteil kann für einen Fotoanfänger aber gerade der entscheidende Vorteil sein. Er muss sich nicht mit den Besonderheiten von „wechselnden“ Brennweiten herumschlagen. Bei einem Zoomobjektiv kann man mit einer leichten Fingerbewegung den Bildausschnitt verändern.

„Ich drehe da etwas dran und dann passt das auch noch mit aufs Bild.“

Beim drehen wird aber auch die Brennweite verändert, aus 50mm werden da schnell 35mm. Der Effekt: Man erhält Weitwinkelfotos. Alles wirkt dann auf den Bildern „rundlicher“. Dieser Effekt ist gerade bei Portratifotos nicht erwünscht. (außer man will die fotografierte Person lächerlich machen). Dieser Fehler passiert nicht nur blutigen Fotoanfängern, sondern jedem der sich in der Hitze des Gefechts an die Zoomfunktion klammert. Wenn man sich bewusst für ein Objektiv entscheidet, kann man den Bildausschnitt nur durch die eigene Bewegung verändern. Das Problem: „Alles ist drauf, aber ich habe jetzt Knubelgesichter auf den Fotos“ wird damit verhindert.

Blendenverlgeich f1.8 und f.16

Aufnahme mit dem 50mm:  Blende 1.8 oder Blende 16. Die Beiden Fotos zeigen den Unterschied. Der unscharfe Hintergrund („Bokeh“) links verdeckt unschöne Bildelemente wie den Mülleimer, der beim rechten Foto deutlich zu erkennen ist.

Um diesen „Vor/Nachteil“ nochmal deutlich zu machen: Ja eine Festbrennweite ist unflexibel. Dafür ist es aber einfacher sich auf die Besonderheiten einer Festbrennweite einzustellen. Deswegen wird aus dem Nachteil für viele Fotografen ein Vorteil.

6 Punkte die für das 50mm sprechen

1. Es ist preiswert (mit ca. 100 € wohl die günstigste Festbrennweite auf dem Markt)

2. Bei Kameras mit Crop-Faktor wirkt das 50mm wie ein Teleobjektiv. Genauer gesagt der Bildausschnitt der Fotos. Der Crop-Faktor liegt  bei vielen Canon Modellen  bei einem Wert von ca. 1,6. Eine kleine Rechnung um zu zeigen wie sich die Brennweite verändert:   (50mm * 1,6 = 80mm).  Also wirken die Aufnahmen  von einem 50mm Objektiv als hätte man ein 80mm Objektiv verwendet! (und ja das 80mm Objektiv wirkt wie ein 128mm Objektiv bei einem Crop-Faktor von 1,6)

3. Ein 50mm Objektiv gibt in etwa das wieder, was das menschliche Auge sieht. Jedenfalls bei  Kameras mit einem Vollformatsensor, ohne Crop-Faktor (siehe Punkt 2).

4. Die  Offenblende von 1.8 ermöglicht Aufnahmen mit geringer Schärfentiefe.

5. Das Objektiv hat bei Offenblende einen deutliches Bokeh.

Anmerkung Bokeh: Einfach gesagt ist  Bokeh der „Poser“ Ausdruck für den „unscharfen Hintergrund“ auf Fotos. Der Entsteht wenn man mit einer offenen Blende fotografiert. Also wenn eine möglichst kleine Zahl bei der Blende eingestellt ist. (z.B. 1.8)  Bonus Wissen: Bokeh kommt aus dem Japanischen (暈け)und wird genutzt, wenn man sich auf die auf die Qualität der Unschärfe beruft. Diese ist von Objektiv zu Objektiv stark unterschiedlich. Wenn sich zwei Fotografen ausgiebig über das Bokeh, ihrer 1000 €+ Objektive auslassen, dann ist man an die „Techniker Fraktion“ geraten.

Eine gute Bildidee braucht kein 1000 €+ Bokeh! Das nifty-fifty hat auch ein Bokeh! Wer lieber über Technik fachsimpelt, als Fotos zu machen, der hat das Spiel nicht verstanden.

6. Mit einer Festbrennweite ist man nicht versucht am Zoom zu spielen.

Einige Fotografen sind deswegen der Meinung, dass Festbrennweiten gut zum Üben von Bildkomposition sind.

Nachteil die Verarbeitung

Den Punkt der „Verarbeitung“ möchte ich hier auch noch mal ansprechen. Objektive soll man wie rohe Eier behandeln. Da ich oft etwas tolpatschig bin, ist mir auch schon mal ein 50mm-Objektiv heruntergefallen. Ein kleiner Sturz auf einen Steinfußboden und Zack, es war kaputt und die Plastikhülle ist aufgesprungen. Das nifty-fifty sollte man also wirklich mit Samthandschuhen anfassen. Hier gibt es weitere Fotos vom Innenleben des 50mm 1.8.

50mm innenleben

Stichwort Verarbeitung: So sieht das 50mm 1.8 von innen aus.

Übungen:  Foto Skills verbessern mit dem 50mm Objektiv

Du hast ein 50mm Objektiv oder eine andere Festbrennweite? Dann kommen hier 3 Übungen, mit denen du dein Fotoverständnis verbessern kannst.

Zuerst geht es darum sich klar zu machen, was die technischen Besonderheiten deines Objektivs sind. Im zweiten Schritt geht es darum zu erkennen wie diese sich auf das Fotos auswirken. Dabei gehe ich davon aus, dass du die Zusammenhänge von Blende, Belichtungszeit und Isozahl schon kennst. Mache dir auch klar, dass dein Objektiv nicht so flexibel wie ein Zoom ist. Versuche es also erst gar nicht wie ein Zoomobjektiv zu nutzen. Du musst anders fotografieren als mit Zoom. Überlege dir bei der Bildkomposition wo du stehen musst um den Bildausschnitt zu bekommen, den du auf dem Foto haben willst. Mit etwas Übung wirst du das bald automatisch hinbekommen. Es ist nur etwas mehr Beinarbeit gefragt. Damit du deine Fotografie verbessern kannst, solltest du dein Objektiv richtig kennen. Deswegen folgen hier zunächst ein paar technische Übungen.

50mm-Blendenreiche

Beispiel einer Blendenreihe.
Die Fotos wurden „Freihand“ mit dem 50mm Objektiv gemacht. Bei Blende 22 erkennt man das die „Schärfeproblem“.

1. Eine Blendenreihe Fotografieren

Du solltest dein Objektiv und sein Bokeh kennen.

Dazu gehört auch die Information, bei welcher Blende der Hintergrund unscharf wird. Deswegen solltest du eine Foto-Serie von Aufnahmen mit den verschiedenen Blendestufen machen. Mit der Methode kannst du auch die Qualität der Unschärfe feststellen. Du fotografierst das selbe Motiv mit jeder Blende einmal. Also ein Foto mit Blende 1.8, eins mit 2.0, eins mit 2.5 und eins mit 2.8 usw. Dafür suchst du dir ein Motiv aus, dass du gut im  Vordergrund scharfstellen kannst. Dabei ist es wirklich egal, was du fotografierst. Als einfaches Übungsobjekt eignen sich Statuen in Parks. Es kann aber auch ein Blatt an einem Strauch sein. Hilfreich ist es, wenn im Hintergrund Gegenstände in verschiedenen Entfernungen zu erkennen sind. Dadurch kannst du erkennen, wie weit der Hintergrund mit der entsprechenden Blende scharf wirkt. Am besten fotografierst du ein Motiv, das etwas im Vordergrund und Hintergrund hat. So kann man den Schärfebereich am besten erkennen.Ganz genaue Menschen gehen, für die Fotos der Blendenreihe auf den Sportplatz. Dort stellen sie  dann in 1 Meter Abständen Markierungen auf, um genau den Schärfeverlauf verfolgen zu können. Das halte für etwas übertrieben. Fotos mit einem einfachen Motiv sind da völlig ausreichend.

Übung Nr. 1 Blendenreihe fotografieren

–          Suche dir ein Motiv mit Hintergrund (und am besten auch Vordergrund)

–          Fotografiere das Motiv mit allen deinen Blendestufen

–          Werte die Fotos aus.

–          Erkenne, wie sich die Schärfeebenen ändern

 2. Der Schärfe Test

Durch die Blendereihe kann man auch erkennen, bei welcher Blende das Objektiv die „schärfsten“ Foto-Ergebnisse liefert. Natürlich spielt da auch die Belichtungszeit und die Isozahl eine Rolle. Denn ab Blende 16 bis 22 kann der Gewinn der Schärfe  geringer sein, als die dabei entstehende Bewegungsunschärfe. Dieser Punkt wird auch „kritische Blende“ genannt.

Es kann auch spannend sein herauszufinden, wo der „Schärfepunkt“ liegt. Bei Fotos mit weiter Offenblende kann es passieren, dass die Schärfeebene in der Mitte des Bildes liegt.

Was bedeutet das? Schau dir deine Fotoergebnisse mit folgender Frage im Hinterkopf an:

„Wie verändert sich die Schärfe auf dem Hauptmotiv?“ Oder anders gefragt: „Lohnt es sich überhaupt mit einer Blende von 1.8 oder 22 zu arbeiten?“ Es geht darum festzustellen, welche Arbeitsblende für dich eine optimale Schärfe liefert. Außerdem solltest du ein Gefühl dafür entwickeln, wie groß der Bereich ist, der im Bild scharf ist.

50mm Blende 1-8

Blendenreihe. Das erste Bild der Serie ist etwas zu dunkel geworden um den Hintergrund gut zu zeigen. Man erkennt trotzdem den geringen Schärfeverlauf bei der maximalen Offenblende. Das Foto wurde mit einem 50mm Objektiv aufgenommen, mit der Blende 1.8.

50mm-f8-Planzen

Man Beachte den Schärfeverlauf und den Hintergrund. Das Foto wurde mit einem 50mm Objektiv Blende 8 aufgenommen

50mm-Foto-Blende-22

Die Blendenreihe. Foto mit 500mm bei Blende 22. Man erkennt das „Schärfeproblem“. Das Foto wurde freihand aufgenommen.

Wann ist das Objektiv am schärfsten?

Bei den meisten Festbrennweiten kann man davon ausgehen, dass sie bei Blende 5.6 bis 8 eine gute Schärfe liefern. Oft liest man auch die Faustregel: „2-3 volle Blendenstufen nach der kleinsten Blende abblenden, dann ist es am schärfsten“. Die vollen Blenden sind üblicherweise 2, 2.8, 4 usw. Bei  modernen Kameras können sogar drittel Blendenstufen  eingestellt werden. (z.B. 2.2 und 2.5). Also achte bei der Faustformel darauf, dass es sich um volle Blendestufen handeln muss. Bei dem 50 mm 1.8 Objektiv von Canon wäre nach dieser Formel die höchste Schärfe im Bereich von Blende 2.8 bis 4 erreicht.

Schau dir die Schärfeergebnisse deiner Fotoreihe einfach mal selber an. Dann kannst du dir ein Bild davon machen, wo für dich das Bild wirklich am schärfsten ist. Nur so kannst du Unterschiede erkennen und sie für deine Aufnahmen nutzen.

Übung Nr. 2  Die Blendenreihe nach der Schärfe auswerten

–          Schau dir die Blendenreihe an

–          Erkenne die Schärfeunterschiede auf dem Hauptmotiv

–          Wähle für dich deinen „optimalen“ Schärfebereich

3. Praktische Umsetzung

Such dir ein Modell und probiere deine Erkenntnisse in verschiedenen Motiven aus. Wenn du kein menschliches Model hast, dann kannst du auch ein Plüschtier oder eine Barbiepuppe nehmen. Beim Portrait gilt der Grundsatz, dass der Schwerpunkt auf dem Menschen liegen soll. Der Hintergrund ist dabei traditionell unscharf. Experimentiere damit herum und halte dich nicht an dem Dogma fest. Ja der Hintergrund ist bei vielen Portraits unscharf, aber das muss nicht unbedingt zwingend sein. (vergleiche Foto unten)  Eine gute Übung ist es, die Sichtweise von Hintergrund und Vordergrundelemente mit den Schärfentiefen zu verändern. So kann eine Glasscheibe zu Hauptmotiv werden und einer Person im Hintergrund ein mysteriöses Erscheinungsbild geben.

Portrait-Glasscherbe

Ein Beispiel für ein kreatives
Portraitfoto. Mit einem 50mm Objektiv aufgenommen. Bei dem Fotos wird gegen den Grundsatz „Die Person muss immer scharf sein“ verstoßen“. Das macht das Foto interessant.

Übung Nr. 3: Experimentiere mit der Schärfentiefe

–          Model suchen (im Notfall ein Stofftier oder eine Puppe)

–          Fotos machen und mit verschiedenen Blenden experimentieren

–          Vordergrund und Hintergrund in Fotos einbeziehen.

–          Unschärfe in das Foto einbeziehen

Fazit: Festbrennweiten sind klasse!

Das 50 mm 1:1.8 Objektiv ist ein günstiges Objektiv. Wenn man seine Fotofähigkeiten verbessern möchte, hilft die Konzentration auf eine Festbrennweite. Man kann sich auf das Wesentliche zu beschränken. Das geht mit dem 50mm wirklich gut! Also kauft es euch ruhig, aber erwartet bitte keine Wunder!

Natürlich will ich keinen zum Kauf einer 50mm 1.8 Festbrennweite überreden. Wer sich auf Reportage oder Streetphotography konzentrieren will, bevorzugt vielleicht lieber eine 35mm Festbrennweite. Bei jedem Objektiv sollte man sich die Frage stellen: „Wozu brauche ich es und was will ich fotografieren?“ Ob da ein Normalobjektiv reinpasst muss jeder selber wissen.

Der Artikel soll nur ein paar Informationen liefern, die bei einer Kaufentscheidung zu einem 50mm Objektiv helfen können. Dazu gehört auch zu zeigen, was man mit einer Festbrennweite machen kann, um seine Fotografie zu verbessern. Das 50mm 1.8 ist auf wirklich sehr preiswert. Als Einstieg in die Fotografie mit Offenblende kann man damit nicht viel falsch machen. Viele Fotografen schwören zwar auf das lichtstärkere 50mm 1.4. Das kostet aber gleich 3 mal so viel! Einem Fotoanfänger empfehle ich deswegen lieber ein günstigeres Trainingsgerät. Also viel Spaß beim Fotografieren und nicht vergessen:

Das Arbeitsgerät ist nur Mittel zum Zweck! Die guten Fotos macht IHR selbst! Also seit nicht zu stark auf euer Arbeitsgerät fixiert.

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Kommentare

  1. Sarah  Oktober 13, 2014

    Toller Artikel! Die Tipps werde ich mal beherzigen und auch noch mehr herumprobieren. Ich habe ja „nur“ die Canon EOS-M und fotografiere äußerst gern mit dem 22mm-Objektiv in der Stadt. Ich musste mich aber auch erstmal daran gewöhnen, etwas mehr herumzulaufen, anstatt mal eben heran zu zoomen. Zwar bin ich blutige Anfängerin, aber es macht Spaß mit dem Ding :-) Da es sehr lichtstark ist, nehme ich seit einiger Zeit im Dunkeln nur noch das Objektiv mit. Dadurch passt die Kamera auch in jede Handtasche 😉

    Viele Grüße
    Sarah

    antworten
    •  Oktober 13, 2014

      Hey, danke für dein Feedback Sarah. Die Canon EOS M
      ist Klasse, die hatte ich auch schon mal in der Hand.
      Ich bin ein großer Fan von Systhemkameras, auch wenn ich zur Zeit keine mehr besitze. Spiegellose Kameras
      sind in einigen Aufnahmebereichen echt unschlagbar. Bei der Streetphotography beispielsweise.
      Seit meinem Bildband „India Black & White“ fotografiere ich immer weniger Reportagen bei denen kleine Kameras vorteilhaft sind.
      Trotzdem überlege ich das wieder stärker zu machen und mir auch eine Systhemkamera zuzulegen.
      22mm-35mm sind ja die typischen Reportagebrennweiten und nicht nur Anfänger, sondern auch Profis haben
      damit viel Spaß (z.B. der Fotograf Paul Ripke der jährlich immer einen Bildband veröffentlicht der nur mit einer
      35mm Leica entstanden ist.)

      Schreib doch mal wenn du die Tipps unmsetzen konntest was dir geholfen hat. Das würde mich sehr freuen.
      Beste Grüße :)

      antworten
  2. Andreas Altenhoff  Oktober 13, 2014

    Ein sehr guter und informativer Bericht über ein der wohl besten Objektive die es gibt.

    Das 50mm ist mein Lieblingsobjektiv, es ist die Linse, die ich am häufigsten benutze und ich würde es wirklich als ein „must-have“ bezeichnen. Es zaubert wirklich ein sehr schönen und harmonischen Unschärfebereich.

    Viele halten ja die unflexiblität einer Festbrennweite für ein Nachteil, ich persönlich sehe es etwas anders. Möchte ich einen anderen Bildausschnitt haben, soll wirklich alles mit aufs Bild, dann muß ich mich halt mal ein wenig bewegen. Oft muß ich mir auch einen etwas unbequemeren Standort suchen, eine Böschung oder einen Graben zum Beispiel, aber dieses macht die Fotografie doch so spannend, back to basic, so oldschool.

    Gruß, Andreas

    antworten
    •  Oktober 14, 2014

      Halle Andreas,
      klasse das Dir der Bericht gefällt. Für den Blogartikel habe ich auch etwas länger gebraucht als für meine durchschnittlichen Artikel. Der war halt etwas aufwendiger. Wenn ich von einem Zoom zu einer Festbrennweite benutze fühle ich mich auch oft an alte annaloge Zeiten erinnert wo Zoomobjektive noch selterner waren. Das „back to basic“ Gefühlt gefällt mir auch, vielleicht mag ich deswegen Festbrennweiten auch so gerne.
      Beste Grüße

      antworten
  3. Jana Wanda  Oktober 14, 2014

    Wahnsinnig gut geschrieben und superinteressant.
    Auch wenn ich schon länger fotografiere konnte ich noch was dazulernen, toll gegliedert und gute Informationen. Daumen hoch!

    antworten
    •  Oktober 14, 2014

      Danke :) freut mich das dir der Artikel gefallen hat.

      antworten
  4. Tina  Oktober 15, 2014

    Kurze Meinung, kurzer Kommentar: 50mm 1.8? Super! Eine der besten Investitionen für meine Kamera überhaupt
    Ich schwöre drauf!
    Lg

    antworten
  5. Nicole  Oktober 16, 2014

    Huhu.
    Ich muss gestehen, ich hab von sowas nicht viel Ahnung^^.
    Aber deinen Bericht finde ich sehr interessant. Er ist schön zu lesen und für mich als unerfahrener sehr interessant.
    Ich bin gerade dabei, mir eine neue Kamera zu kaufen und das stellt sich für mir schwere als gedacht.
    Dein Bericht hat mir auf jeden Fall sehr geholfen und jetzt würd es sicherlich nicht mehr als zu schwer werden 😉

    Liebe Grüße

    antworten
    •  Oktober 16, 2014

      Hallo Nicole,
      der Artikel ist schon etwas spezieller und als Einstieg in das Thema vieleicht etwas zu ausführlich.
      Er ist an die Personen gerichtet, die mit Wechselobjektiven fotografieren oder überlegen, ob sie sich ein 50mm 1.8 kaufen sollen.
      Demnächst kommt auch einen allgemeiner Artikel zu Brennweiten und Wechselobjektiven, der Einsteigerfreundlicher ist.
      Es freut mich trotzdem, dass der Artikel dir weitergeholfen hat und hoffe mal das Du dadurch bei Deinem geplanten Kamerakauf nicht noch verwirrt wurdest.
      Beste Grüße

      antworten
  6. Karin  Oktober 26, 2014

    Ein super Artikel. Ich glaube ich werde mir zu Weihnachten auch ein solches Objektiv schenken. Müsste man aber nicht ein 35 mm Objektiv kaufen um ein 50 mm Objektiv zu erhalten (eben wegen des Crop Faktors) .. oder erliege ich da einen Denkfehler… grübel grübel.
    lg

    antworten
    •  Oktober 26, 2014

      Hey Danke :)

      Bei dem Crop Faktor hängt es von der Höhe des Wertes ab wie das Objektiv „wirkt“.
      Die typischen Canon APS-C Sensoren haben einen Crop Faktor von 1,6.
      Sprich 1,6 * 50mm = 80mm
      Also wird ein 50mm Objektiv an einer APS-C Senso Kamera zu einem leichten Tele.
      Bei einem Vollformat bleibt der Faktor einfach nur 1
      Sprich: 1 * 50mm = 50mm
      És gibt auch Kameraformate mit einem Crop Faktor von unter 1 (ich glaube die Leica S hat einen Cropfaktor von ca 0,8),
      Bei einem 50mm mit einem Corp Faktor von 0,8 hätte man dann den einen 40mm Bildausschnit (50mm * 0,8 = 40mm)

      Für mehr Infos verweise ich einfach mal auf
      diesen sehr ausführlichen Artikel. < und wikipedia :)

      antworten
      • Karin  Oktober 29, 2014

        Danke für die Antwort… bei der Nikon ist der Crop Faktor meine ich 1,6. — wäre dann praktisch ein 80 mm Objektiv… ich muss mal schauen.
        lg

        antworten
  7. Mac  Januar 17, 2015

    Vielen Dank für den umfangreichen Artikel! Als Anfänger mit bevorstehendem Nachwuchs (Cliché?! 😉 fiel die Wahl für unser erstes Objektiv bereits auf ein 50 mm, so lassen sich Motiv und Übung gut kombinieren. 😉

    Nun werde ich mich mit diesen Tipps auf die Pirsch legen und die Settings durchspielen!

    (Der Text lässt sich locker-flockig lesen, enthält aber viele Dreher/Schreibfehler. Vielleicht finden sich noch mal 5 Minuten zum Ausbessern? Das wäre das i-Tüpfelchen.)

    antworten
    •  Januar 19, 2015

      Hey, danke für das Feedback!
      Klasse das dir der Artikel helfen konnte.
      Das mit dem Ausbessern werde ich gleich mal angehen!
      Beste Grüße

      antworten
  8. Frank  April 17, 2015

    Vielen Dank für die ausführliche Erklärung!
    Mein 50 mm 1,8 ist heute angekommen und ich habe schon im Wohnzimmer einiges fotografiert.
    Es ist ein tolles Objektiv mit einer tollen Schärfe und einem schönen Bokeh.
    Jetzt muss ich nur noch kreativ tätig werden um damit tolle Bilder zu gestalten.

    Gruß aus dem Ruhrpott

    antworten
    •  April 18, 2015

      Hallo Frank,
      das freut mich das dir mein Artikel weiterhelfen konnte und auch das dir das Objektiv gefällt.
      Wenn du Anregungen für kreative Portraitfotos suchst, dann schau dir doch mal meine Tipps zu dem Thema an
      Viel Erfolg für die und gutes Licht :)

      antworten
  9. Natalie  Januar 27, 2016

    Hallo,
    der Artikel ist wirklich super geschrieben und sehr aufschlussreich.
    Allerdings habe ich auch eine Frage zum Crop-Faktor. Ich habe eine Nikon D5300 und überlege schon seit einiger Zeit, ob ich mir nun das 35mm oder das 50mm Objektiv kaufen soll. Ich würde damit gerne hauptsächlich Portraits und Nahaufnahmen machen, aber eventuell auch Hunde fotografieren oder mich etwas an die Street-Photography wagen. Welches Objektiv wäre hier denn besser geeignet, wenn man den Crop-Faktor mit einbezieht?
    Ganz liebe Grüße

    antworten
    •  Januar 27, 2016

      Hallo Natalie,

      das freut mich, dass dir der Artikel gefallen hat.

      Ein Tipp Vorab:
      Versuche die Objektive bevor du sie kaufst mal zu testen.
      Dann stellst du sicher fest, ob sich deine Vorstellungen nach dem Verwendungszweck erfüllen.

      Nun etwas ausführlicher :)

      Leider habe ich keine kurze griffige Antwort für dich.
      Welches Objektiv für die einzelnen Verwendungen besser geeignet ist, kann ich dir pauschal nicht sagen. Das hängt auch stark davon ab, was du dir von den Objektiven versprichst und mit welchen Objektive du aktuell fotografierst.

      Ich sag dir aber unten mit welchem Objektiv ich selber die bestimmten Motive bevorzugt fotografiere.
      Vielleicht helfen dir ja meine Ausführungen etwas bei der Endscheidungsfindung.

      Bei Objektiven gibt es ja immer zwei Faktoren

      1. Der Crop-Faktor
      2. Die Verzeichnung des Objektives

      Diese funktionieren voneinander unabhängig.

      (Ok, man sagt das der Crop-Faktor die Verzeichnung verringert, da sie an den „Rändern“ abgeschnitten wird, aber dazu komme ich gleich.)

      Ein paar Worte zum Crop-Faktor.
      Der Crop-Faktor „beschneidet“ sozusagen das Bild.
      Deswegen wirkt der Bildausschnitt von einem 35 mm Objektiv quasi wie 52,5 mm (bei Crop-Faktor, 1,5)
      Der Bildausschnitt von einem 50mm Objektiv wirkt wie 75mm (bei Crop-Faktor 1,5)
      Vom Bildausschnit bist du also im Normalobjektiv und Tele Bereich mit den Objektiven.

      Die Brennweitenverzeichnung bleibt jedoch bestehen!

      Deswegen hat man auch noch den Effekt, dass bei einem Portrait das mit 35mm aufgenommen wird alles etwas „rundlicher wirkt“ oder das bei einem 100mm Objektiv das Gesicht „flacher“ wirkt.

      Die Brennweiten-Verzeichnung wirkt jedoch geringer.
      An den Rändern des Bildes ist die Verzeichnung am stärksten. Die sind ja wegen des Crop-Faktors abgeschnitten.
      Da die Verzeichnung trotzdem bleibt, würde ich kein bildfüllendes Gesichtsportrait mit einem 35mm Objektiv machen, da der „Knubelnasenfaktor“ (Motiv wirkt rundlicher) noch da ist.
      Deswegen würd ich für klassische Portrait-Fotos das 50mm-Objektiv empfehlen.

      Allgemein zum Crofp-Faktor und der Verzeichnung bei Spezialobjektiven.
      Eins sei hier noch erwähnt: Es gibt auch Crop-Format-Objektive die speziell für ein bestimmtes Crop-Format gebaut wurden. Da ist der Bildwinkel auf die Brennweite angepasst. Damit kenne ich mich aber gar nicht aus, da ich Vollformat fotografiere.
      Aber vielleicht hilft dir die Information ja weiter.

      Hier kurz ein paar Ausführungen zu den einzelnen
      Motiven die du aufnehmen möchtest:

      Die Nikon D5300 hat nach meiner Recherche einen Crop-Faktor von 1,5.

      Portraits und Nahaufnahmen
      –> Da würde ich eher das 50mm nehmen (siehe oben wegen der Verzeichnung)

      Hunde fotografieren
      –> Tierfotografie ist ein Thema für sich. Ich bevorzuge für Tierfotos (Hunde & Katzen) leichte Teleobjektive, weil man dann nicht so nah ran muss.
      Dafür eher das 50mm.

      Street-Photography:
      Da hängt es davon ab, wie deine Arbeitsweise ist und was du fotografieren willst.
      Es gibt Fotografen die schwören auf eine 35mm Brennweiten auf der Straße, dann gibt es aber auch Streetfotogafen die nicht so nah ran wollen und lieber Tele oder Zoomobjektive benutzen.
      Da würde ich mich nicht unbedingt auf eine Brennweite festlegen. Als ich noch stärker Veranstaltungs- und Street-Photografphy gemacht habe war mein bevorzugtes Arbeitsmittel immer ein Zoom Objektiv. Der Vorteil man ist flexibler.
      Aber das ist wie gesagt auch etwas Geschmackssache.

      Ich hoffe meine Antwort konnte dir weiterhelfen und hat dich nicht verwirrt.

      Liebe Grüße und viel Spaß mit dem neuen Objektiv

      antworten
  10. Robin  März 29, 2016

    Wow! Super Artikel! :) Das freut einen wenn man noch so hochwertige Artikel im Internet findet!
    Danke für die Tipps!

    Grüße

    antworten
  11. Ferdi Cakici  Juni 26, 2016

    Hi, sehr schön gemacht.
    Ich besitze eine Sony Alpha 6300 + Sigma 30mm f1.4. Durch den CropFaktor von 1.5 habe ich, 45mm, so wie ich es verstanden habe. Aufjedenfall macht die Cam auch sehr schöne Fotos.

    Dein Bericht hat mir by the way auch sehr viel geholfen. :) Danke schön & Grüsse

    antworten
    •  Juni 28, 2016

      Hey Ferdi,

      danke für das Kompliment :)
      Jupp, bei deinem 30mm Objektiv mit Crop 1.5 ist die „Bildwirkung“ die von einem 45mm Objektiv (auf den Bildausschnitt bezogen).
      Das 30mm Objektiv bleibt natürlich immer ein 30mm Objektiv.
      Das kann man z.B. an den anderen Objektiveigenschaften sehen wie die stärkere der Tiefenschäfe bei Fotos mit Offenblende.
      Aber wirklich auffallen würde das nur wenn man direkte 1 zu 1 Vergleichsfotos von einem 45mm und einem 30mm machen würde.
      Diese „anderen“ Objekteigenschaften sind meiner Meinung nach auch nicht so wichtig.
      (Es gibt ab er X-Fotografen die das anders sehen, aber das wird dann irgendwann zum Kamera-Nerd-Talk…)

      Die Sony Alpha 6300 ist eine Super Kamera!
      Ich bin großer Sony-Fan (auch wenn ich zur Zeit keine habe)
      und mit einem Sigma Objektiven macht man auch nichts falsch.

      Beste Grüße
      Stephan

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  12. Miriam  August 4, 2016

    Vielen Dank für diesen Artikel. Ich habe gerade zum Geburtstag das Sony E 50mm F1,8 OSS für meine Sony NEX-6 bekommen. Ich würde mich wahrscheinlich als fortgeschrittenen Laien bezeichnen. Ich habe zwei Einsteiger-Fotokurse gemacht und gehe einfach gern raus und knipse drauflos – learning by doing. Aber die von Dir vorgeschlagenen Übungen werde ich am Wochenende mal aufgreifen, um das neue Objektiv und die damit verbundenen Möglichkeiten besser und vor allem systematischer kennenzulernen. Ich bin sehr gespannt!

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    •  August 5, 2016

      Hallo Miriam,

      Wenn du gerade Geburtstage hattest, dann wünsche ich dir mal alles Gute Glückwunsch nachträglich :)
      Die Sony NEX-6* ist eine super Kamera.
      (Ich überlege mir seit fast zwei Jahren eine Sonny zu kaufen und habe regelmäßig die verschiedene Modelle in der Hand.
      Bin derzeit aber noch unentschlossen)

      Dann wünsche ich dir viel Spaß bei den ersten Fotos mit dem Sony E 50mm F1,8 OSS
      Die Übungen sind ja nur eine Möglichkeit um ein Feeling für das Objektiv und die Kamera zu bekommen.
      Das kommt aber auch quasi automatisch wenn man gezielt Fotos macht.
      Spaß ist dabei ganz wichtig. Der Rest kommt dann nach und nach.
      Dann mal Gutes Licht und Liebe Grüße
      Stephan

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