Von Litfaßsäulen,Berlinern und Michel Comte

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Eingang zur Photogalerie Camera Wor in Berlin Charlottenburg

Eingang zur Photogalerie Camera Work in Berlin Charlottenburg (Kantstraße 149)

Begegnung am Bücherbogen

Für meinem Artikel vom Bücherbogen habe ich ein Foto von der Buchhandlung gemacht. Scheinbar habe ich dabei wie ein Tourist gewirkt, da ich von einer Frau im mittleren Alter auf englisch angesprochen wurde. Die Dame machte mich auf ein Plakat, das an einer Litfaßsäule angebracht war aufmerksam. An ihrem Akzent erkannte ich, dass sie wie ich deutsche Muttersprachlerin war.  Sie empfahl mir die Ausstellung die dort angepriesen wurde von Michel Comte in der Galerie „Camera Work“. Sie sagte, dass mich diese bestimmt interessieren würde und dass die Galerie auch gleich um die Ecke sei. Sie selber habe die Ausstellung schon 2 Mal besucht und der Eintritt in die Galerie sei kostenlos. Ich bedankte mich auf Englisch höflich für den netten Tipp und musste innerlich über diese Absurdität, die mir schon häufiger passiert ist, schmunzeln. Ich widerstand dem Drang zu sagen „Danke für den Tipp, ick bin och n´ Berlina.“ und beschloss der Galerie einen Besuch abzustatten.

Die Ausstellung

Die kleine Galerie liegt in einem schönen Charlottenburger Hinterhof. Um dort hineingelassen zu werden, muss an einem Klingelknopf um Einlass ersucht werden. Die Ausstellung in der Galerie Camera Works von Michel Comte ist durchaus empfehlenswert. Fotos von Stars und Berühmtheiten sind als wunderbare Schwarzweiß-Abzüge der Hauptbestandteil der Ausstellung. Ein Portrait der Punk Legende Iggy Pop reiht sich neben Aktfotos des Models Carla Bruni, die spätere Frau des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy.

Portraits von Schauspielern wie Christopher Lee sind genauso zu finden, wie ein beeindruckendes Portrait des Boxers Mike Thyson, der von Comte mit einer weißen Taube festgehalten wurde.

„The Girl from Nagasaki“ & “Beauty and the Beast”

Besonders ansprechend habe ich neben den Portraits die Fotos in der oberen Etage der Galerie empfunden. Dort sind Bilder aus der Reihe Beauty and the Beaet, L’Uomo (Vogue, 1996) ausgestellt Leider sind nur einige Fotos der Serie in der Ausstellung zu sehen. In der obersten Etage ist auch ein ganzer Raum mit wunderbaren Farbfotografien aus dem Film „The Girl from Nagasaki“. Der Film, der voraussichtlich dieses Jahr in die Kinos kommt, ist ein Gemeinschaftsprojekt von Michel Comte und seiner Frau Ayako Yoshida. Beide haben Regie geführt und beide haben am Drehbuch mitgewirkt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 1. Juni 2013 zu sehen und wer mag kann sogar die Fotos käuflich erwerben um sich dauerhaft an ihnen zu erfreuen. Für die meisten Besucher wird das sicherlich ein zu kostspieliges Unterfangen sein, da sich die Bildpreise meisten im Rahmen von 2000 bis 16.000 € bewegen.

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