Wie finde ich Leser für meinen Blog? [Blogparade] #Blogleitfafen

Geschrieben von:

Bloggen ist wie Angeln, nur ohne Fische


Wo und wie findest du Leser für deinen Blog? [Blogparade]

Du bist Blogger und willst Leser finden?
Pffffft!
Der Leser muss DICH und DEINE Texte suchen und nicht du IHN!
Aber alles der Reihe nach:

Auf dem Blog von Lilly-Made wird zu einer Blogparade mit dem Titel: „Blogger-Leitfaden“ der (#lillyparade) aufgerufen.

Die Idee dahinter finde ich sehr „catchy“.
Deswegen mache ich auch mit.
Von den Artikeln der Blogparade soll ein E-Book entstehen.
Diese Sammlung wird dann eine Hilfe für „Neu-Blogger“ sein.
Ich gebe gerne Bloggern Tipps. Ja, ich habe darüber sogar schon ein  ganzes Buch*  geschrieben.
Also nehme ich an der Blogparade teil und gehe auf die Frage ein:
Wie bekomme ich Leser für meinen Blog?

 

 Wo und wie findest Du nun die Leser für deinen Blog?

Viele Blogger denken, dass sie Leser finden müssen.
Aber das ist voll falsch!
Die Sichtweise ist Quatsch.
Der Leser muss Dich und Deinen Blog finden!
Der Leser sucht, der Blogger wird gefunden.
Du musst deinen Blog so aufbauen, dass der Leser Lust hat deinen Blog zu lesen!
Dein Blog muss so aufgebaut werden, dass ein Leser, der nach einem gewissen Thema sucht, auf deinen Blog stößt.
Damit das funktioniert, muss dein Blog die Antwort auf eine Frage sein!
Welche Frage?
Lass mich das kurz erklären. Jeder, der im Internet etwas sucht, will ein Problem lösen.
Wenn du in deinem Blog die Problemlösung lieferst, dann wird der Leser mit dem Problem auf deinen Blog stoßen.
Einige Beispiele gefällig?
Wenn jemand nach der Frage
Wie backe ich Hartzer Kümmelbrot?  sucht, dann stößt er auf den Artikel von Plötzblog.
Dies passiert aus einem einfachen Grund: Er beantwortet genau diese Frage.
Wen jemand die Frage stellt
Warum sollte ich mir ein 50mm Objektiv kaufen?, dann stößt er auf meinen Artikel zum 50mm Geheimnis.
Sollte jemand Googel nach folgendem fragen:
Mit welchen Programmen behalte ich den Fokus beim Schreiben?“ dann stößt er möglicherweise auf den Artikel von Marc-Philipp, da dieser diese Frage in seinem Blog beantwortet.

Verstanden?

Was bedeutet das für den Blog?

Das ist wie Angeln!
Wenn du angeln gehst, dann suchst du dir ein gutes Plätzchen, präparierst den Köder und wirfst deine Angel aus!
Dann wartest du bis ein Fisch anbeißt.
Oder gehörst du zu den Typen, die mit Schwimmflossen, Taucherbrille und Harpune den Hecht erlegen wollen?
Ihr versteht, was ich meine.
Es geht beim Bloggen darum, dass der Leser deine Inhalte findet und nicht darum, den Leser mit einer Harpune zu jagen.

Lasst uns bei der Angel-Metapher bleiben:

 Wie „angele“ ich mir als Blogger meine Leser?

1. Ein Plätzchen finden zum Angeln. Das bedeutet:

Suche dir ein Thema, eine Nische und eine Zielgruppe!

Wenn man Leser binden will, dann gelingt das nur über Inhalte!
Du glaubst mir nicht?
Du sagst, dass viele YouTuber auch nur persönliche Videos ohne viel Inhalt machen und trotzdem aufgerufen werden?
Nee, da täuscht der Schein.
Das ist anders:
Selbst der YouTuber „Herr Tutorial“ musste „Tutorials“ machen, bevor er richtig bekannt wurde.
Diesen Trick „Persönliches als Inhalt“ auszugeben, kannst du erst machen, wenn du bekannt bist.
Damit dein Blog Lesern gefällt, brauchst du ein Thema (oder Leitbild).
Wenn du einen „Wald und Wiesen-Blog“ führen willst, in dem du über ALLES aus deinem Leben schreibst, dann wird es schwierig.
Jupp, es wird sogar sehr schwierig!
Warum?
Weil kaum einer im Internet nach „Gabys Leben“ suchen wird.
Wenn Gaby sich aber entscheidet einen veganen Food-Blog mit Rezepten zu schreiben, dann ist das etwas ganz anderes.
Menschen suchen täglich nach veganen Rezepten.
Damit ziehst du Leser auf deine Seite.
Deswegen brauchst du ein Thema, mit dem dein Blog über längere Zeit gefüttert wird.
Jetzt brauchst du noch eine Nische!
Desto spezieller die Nische ist, desto direkter sprichst du deine Zielgruppe an.
Stell dir vor, dass du in einem See angeln willst und überleg dir, welchen Fisch du fangen willst.
Wenn du genau den richtigen Köder wählst, fängst du mehr.
Die Nische hilft dir, dich zu fokussieren und mehr Leser“ einzufangen.
Food-Blogs gibt es eine Menge.
Wenn du dir aber ein Nische wählst (z.B. vegane Rezepte mit vielen Proteinen), dann erreichst du eine noch speziellere Zielgruppe.
(z.B. vegane Bodybuilder, die viel Protein zu sich nehmen wollen)
Beim Bloggen kann die Spezialisierung (Nische) sehr hilfreich sein.
Aber passe auf, dass dein Blog nicht zu speziell wird. Einige Nischen-Themen werden kaum gesucht.
Deine Nische kann auch eine Art „Alleinstellungsmerkmal“ werden. Dieses hebt deinen Blog in der Welt der unzähligen Blogs etwas hervor.
Dein Blog wird dadurch markanter.
Aber ein Tipp:
Nimm deine Nische und deine Spezialisierung nicht zu ernst.
Ab und an kann „Off-Topic-Content“ deinen Blog auflockern.
Man sollte mit Inhalten immer experimentieren. Dabei sollte man aber nicht das Thema des Blogs aus den Augen verlieren.

Park-See-Fishey

Ob es in dem Park-See wohl Fische gibt?
Ja, gibt es! Sogar so viele, dass sie einen Fischreiher ernähren.
Beim Bloggen sollte man niemals die Kraft der Nische unterschätzen. Auch wenn der „See“ von außen trübe aussieht.
(Das Foto wurde übrigens mit einem „Fish-eye“ Objektiv aufgenommen ;)

2. Die Köder sind beim Bloggen die Inhalte (Content)

Leser lieben hilfreiche Inhalte.
Der Spruch „Content is King“ ist zwar abgegriffen, aber er trifft immer noch zu!
Blogger machen oft den Fehler ihre persönlichen Interessen über die der Leser zu stellen.
Der Gedanke: “Also ICH finde das interessant!“ dominiert manche Blogs zu stark.
Du schreibst einen Blog für deine Leser und nicht nur für dich.

Wenn du nur für dich bloggen würdest, bräuchtest du deine Texte nicht veröffentlichen!
Deswegen sollte man sich bei allen seinen Texten folgendes fragen:
„Was ist für den Leser drin?“
Ein Leser sollte aus dem Artikel etwas für sich herausziehen können.
(Eine Hilfe, eine Problemlösung, etwas zum Nachmachen oder Unterhaltung …)

Dazu gehört auch, dass der Artikel verständlich geschrieben ist.
Ja, das bedeutet auch, dass man Rechtschreibung und Grammatik beachtet.

Wer ein gutes E-Book Buch zum Thema:“Blog-Schreibstil verbessern“ sucht, dem empfehle ich das E-Book von Walter Eppp (Blog Schreibsuchti)
Darin werden die Basics zum Schreiben erklärt.
Wenn du dich etwas ausführlicher mit dem Thema beschäftigen willst, gebe ich dir noch einen Buchtipp mit auf den Weg:
Vom Leben und Schreiben* von Stephen King. King beschreibt darin autobiografisch seinen Werdegang als Schreiber und  erklärt, was an „guter Schreibe“ wichtig ist. Ich bin zwar kein Stephen-King-Fan, das Buch hat mir aber sehr geholfen.
Fassen wir zusammen:
Wenn du Leser mit Inhalten Ködern willst, müssten diese auch 1a geschrieben sein.
Jupp, schreiben ist der Skill, den du als Blogger meistern musst.
Keiner erwartet, dass du darin perfekt bist.
Aber glaube mir, es gibt eine ganz einfache Regel: Bessere Schreibe = bessere Artikel = mehr Leser!

Beschäftige dich mit deiner Zielgruppe
Als letzten Schritt um deinen Köder zu verbessern, solltest du dich mit deiner Zielgruppe beschäftigen.
Wie sieht dein idealer Leser aus?
Wenn du beim Schreiben deiner Artikel deinen „Idealleser“ im Hinterkopf behältst, dann werden deine Artikel besser.

Mit „besser“ meine ich, dass sie der Zielgruppe leckerer schmecken!
Klar, man kann sagen: “Das ist mir egal, ich schreibe so wie ich will!“
Wenn man das macht, darf man sich aber nicht wundern, warum man nicht gelesen wird.
Also denke immer auch an deine Zielgruppe: Was ist für den typischen Leser deines Themas drin?.
Klar, das Thema „Zielgruppenforschung“ ist umfangreicher. In meinem Buch „das Blogspiel*“ habe ich unzählige Tipps und Tricks aufgeführt, wie man mehr über seine Leser erfährt.

Die kurze Version:
Untersuche deine Blogkommentare, wer deine Seite besucht und wie deine Leser auf deinen Blog kommen.

Das sollte dir schon mal eine grobe Vorstellung davon geben, wer deinen Blog liest und was spannend für ihn ist.

Kurze Zusammenfassung zum Köder (dem Inhalt)

  • Konzentriere dich auf ein Thema.
  • Such dir ein Unterthema (Nische).
  • Lerne schreiben und entwickel deinen eigenen Still.
  • Lerne deine Zielgruppe kennen und fokussiere deine Artikel auf deine Zielgruppe.

3. Die Angel auswerfen = Deine Artikel bewerben

Selbst wenn deine Artikel zu den besten der Welt gehören, ohne etwas „Werbung“ wird sie keine finden.
Beim Angeln machte es auch Sinn Fische anzufüttern.
Auf den Blog bezogen heißt das folgendes:

  • Vernetze dich in der Blogosphäre. (Kommentiere unter anderen Blogs aus deiner Nische, schreibe Gastartikel auf anderen Blogs, nehme an Blogparaden teil ect.)
  • Sei aktiver Social-Media-Nutzer. Es gibt unzählige Foren und Gruppen, die dein Thema oder das Thema „Bloggen“ betreffen (z.B. auf Facebook und Google+). Sei dort etwas aktiv und mehr Leser werden auf dich aufmerksam.

So, war´s das?
Nein nicht ganz. Jetzt kommt nämlich das Wichtigste. Du musst deine Artikel auswerten.
Wie viele Aufrufe hatten die einzelnen Artikel?
Was hat gut performed? (wurde oft aufgerufen und gesucht)
Was hat gar nicht funktioniert?
Das wertet man alles aus und wendet die Erkenntnisse beim nächsten Artikel an.

So verbessert man seine Schreibe und seine Artikel und erhält dadurch auch mehr Leser.

Ach ja, eines hat Bloggen auch noch mit Angeln gemeinsam:
Man braucht Geduld und sollte nicht verzweifeln.
Irgendwann fängt man schon was:
Wenn nicht, dann verbessert den Köder (die Inhalte).

 

*Die Sache mit den Affiliate-Links von Amazon ist so: Wer über diese Links einen kauf tätigt, der unterstützt mich und meinen Blog! Mehrkosten entstehen euch dabei nicht.
Vorab danke dafür!

 

 

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Kommentare

  1. nossy  Juni 20, 2016

    Der Artikel wirkt wie ein „Vorspiel“ zum „Blogspiel“. 😉

    Das Buch ist übrigens angekommen. Vielleicht hilft es mir ja mal einen „Roten Faden“ für meinen Blog zu finden, den etwas mehr Feedback (also auch etwas mehr Leser) würde ich mir schon wünschen….
    Gruß, nossy :)

    antworten
    •  Juni 22, 2016

      Hallo nossy,

      das freut mich das das Buch angekommen ist :)
      Mit dem „Roten Faden“ ist das so eine Sache:
      Bloggen soll vor allem auch Spaß machen!
      Da braucht man keinen roten Faden, oder einen 100% Themenblog.
      Der Spaß am Schreiben und Bloggen ist trotzdem da.
      Wenn man länger bloggt wiederholen sich meistens einige Themen (z.B. das man über Bücher schreibt, oder ich z.B. viel über Fotografie).
      Mein Schnell-Tipp für mehr Leser: Einfach mal schauen bei welchem Themen am meisten Feedback und Resonanz gekommen ist.
      Wenn man sich etwas auf diese Themen konzentriert, dann wird der Faden automatisch rot und es werden mehr Leser :)

      Im „Blogspiel“ konzentriere ich mich zwar vor allem auf Themenblogs.
      (weil fokussierte Themenblogs u.A. bei Google einfacher und besser gefunden werden…)
      Im Buch gibt es aber auch viele Tipps die für jeden Blogger hilfreich sind.

      Ich hoffe du hast etwas Spaß mit dem Buch.

      LG
      Stephan

      antworten
  2. Markus Thoma  Juni 21, 2016

    Sehr schöner Artikel! Das mit der Nische ist aber auch so eine Sache. Auf der einen Seite muss es eben etwas speziell sein, man muss aber immer darauf achten dass man auch noch Spaß dabei hat. Ansonsten leidet wieder die Ausdauer darunter. Der Teil mit der „Angel auswerfen“ ist für mich aber dann auch wieder etwas wie „Leser finden“. Man muss dann doch dahingehen, wo man seine Zielgruppe vermutet.

    Gruß,
    Markus

    antworten
    •  Juni 22, 2016

      Hallo Markus,

      Jupp, da gebe ich dir Recht, Spaß bei der Sache ist absolut wichtig.
      Sonst leidet die Motivation.

      Zum Thema Nische:
      Man muss die Nische ja nicht in jedem Artikel ansprechen.
      Es reicht oft, wenn man ein Oberthema hat (z.B. Fotografie) und sich dann erstmal auf eine Nische fokussiert (z.B. Objektiv Test für Nikon, oder SW-Fotografie, oder Analog-Fotografie & Dunkelkammerarbeit ect…)
      Durch dieses spezielle Nische zieht man dann eine gewisse Lesergruppe an.
      Man kann dadurch auch ein „Alleinstellungsmerkmal“ entwickeln.
      Besonders wichtig ist dieses Alleinstellungsmerkmal für Selbständige. Wenn jemand einen Dienstleister sucht und über den Blog auf „genau das Sucht was er braucht“
      dann ist das schonmal ein potentieller Kunde.
      Natürlich mit Einschränkungen, wenn jemand „seriöse Businessfotografie für Rechtsanwälte“ sucht und in Frankfurt sitzt wird er nicht automatisch zu einem Fotografen gehen,
      der in Hamburg die Nische bedient.
      Aber der Gedanke seinem Blog durch eine Nische etwas Format zu geben, finde ich durchaus wichtig.
      Sich in einer Nische zu versuchen ist auch nicht so schwierig:
      Oft reichen zunächst auch einige Artikel zu dem Thema.
      Klar, wenn das ganze zu speziell ist, oder das Thema nicht für eine längere Zeit ausgelegt ist, dann kann das ganze Schief gehen.
      Deswegen kann man die Nische auch mit einigen Tricks etwas vorab „testen“ (das Thema Nische und „Zielgruppe“ habe ich in meinem Buch „Das Blogspiel“ wirklich sehr ausführlich beschrieben).
      Mann kann darauf viel Zeit verwenden, oder einige Nischen praktisch testen.

      Viele Grüße
      Stephan

      antworten

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