Die Expertenlüge – Fotominuten Folge 5

Geschrieben von:

Die Expertenlüge
„Das Blogspiel“ wird vorgelesen

Jeder, der sich mit dem Thema Online-Marketing oder Online-Business beschäftigt stößt irgendwann auf die Expertenstrategie.
Eins Vorab: An der Strategie gibt es nichts schlechtes, wenn sie richtig umgesetzt wird!
Fachwissen erwerben und dieses dann weitergeben ist gut.
Leider ist die Umsetzung dieser Strategie oft nicht so toll!
Das traurige Ergebnis:
Mehr Werbung als Wissen.
Oft hört man folgenden Satz: „Schreib doch einfach ein Buch und baue deinen Expertenstatus aus!“
Dieser Rat wird dann auch noch zu oft mehr schlecht als recht umgesetzt.
Die Folge: Viele lahme Bücher (oder Pdf´s) die für viel Geld kosten kommen auf den Markt.
Ein Experte ist mehr als jemand, der nur versucht seine „Glaubwürdigkeit“ zu Boosten!
In der Podcastfolge spreche ich von der Experten-Schwemme, die seit einigen Jahren im Internet anhält.
Meine Kritischen Gedanken zu dem Thema möchte ich euch nicht vorenthalten.
Hier der Inhalt der Folge in Kurzform und freien Worten zusammengefasst.

Das Thema: Die Expertenlüge

In der #Fotominuten Folge Nr. 5 wird gelesen.
Aus meinem Buch „Das Blogspiel„* trage ich aus dem Kapitel „Die Expertenstrategie“  (S.161) vor.
In dem Text erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der Expertendefinition von Tim Ferriss aus dem Buch Die 4-Stunden-Woche*.
Es wird der Schluss gezogen das Tims „Experten“ sich stark auf den Verkauf konzentrieren.
Dann werden die „marktschreierischen Strategien“ von vielen „Experten-Bloggern“ erwähnt, die es mit dem Verkaufen etwas zu ernst nehmen.
Die Kehrseite der Methoden und deren Risiken werden aufgezeigt.
Am Ende gebe ich ein Statement zur Expertenstrategie.
Ich zeige meine Vorstellung vom Verhalten eines seriösen Bloggers.
Meiner Meinung nach geht es bei der Expertenfrage nicht um die Mittel, die angewendet werden (z.b. Newsletter).
Es geht um die Inhalte und das Ziel des Blogs.
Wenn ein Blog nur auf Werbung und Verkauf ausgelegt ist, ist es traurig!
Warum sollte man so einen Blog lesen?
Wenn jemand einen Blog schreibt, nur um möglichst viel Geld einzunehmen (reine Verkaufsabsicht) ist das auch nicht gut für das Medium Blog.
Warum?
Weil alle Blogger dann als „Verkäufer“ und „Kauf-meinen-Sche**-Typen“ abgestempelt werden.
Ein Experte kann ein unabhäniges Urteil abgeben! (z.B. ein Baugutachten ect..)
Ein Verkäufer nicht!
Ein Verkäufer will seine Produkte an den man bringen. Er ist vorbelastet und Parteiisch.
Er wird immer sagen „Hey, kauf doch mein Produkt!
Deswegen sollte ein guter Experten-Blog folgende Merkmale haben:
Ein guter Blog sollte immer eine Hilfe liefern.
Wenn ein Blog ein Problem löst ist das super. Wenn er nur unterhält ist das auch gut!
Was er aber niemals sollte ist nur verkaufen!
Verkaufen ist als Nebeneffekt gut.
Jemand dem deine Inhalte helfen, der kauft vielleicht auch dein Produkt.
Das ist OK.
Helfe Menschen und verweise auf deine Produkte (z.B. wie ich auf gerne auf mein Buch Das Blogspiel„* hinweise).
Aber sei nicht zu aufdringlich!
Wenn der Rat zu sehr in Richtung „kauf-dir-meine-Lösung“ tendiert, dann wirft das ein zweifelhaftes Licht auf den „Experten“.
Sollte es also der Fall sein, das ein Blog mit Werbung überfließt, die dem Leser absolut nicht hilft (z.B. nur etwas „teasert“), dann ist die Expertenstrategie schlecht umgesetzt.

Fazit:
Wenn du wirklich ein Experten-Blog führen willst, dann müssen deine Inhalte wirklich Probleme lösen!
Werbung und Eigenwerbung ist im gewissen Rahmen völlig legitim (solange sie erkennbar ist und/oder gekennzeichnet. z.B. mit einem * bei Affiliate-Links)
Also,  nicht zu viel Werbung machen!
Das macht kein wirklicher Experte, sondern nur ein Verkäufer.

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Shownotes Folge 5:

Mein Equipment:
Mikro: Rode Podcaster*
Mischpult (Behringer Xenyx 1204 USB*)
Sonstiges: Akustikmatten*

Mein Buch, aus dem ich vorgelesen habe:
Das Blogspiel„* (S.161 ff)

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Kommentare

  1. Tina  März 10, 2016

    Und wieder einmal stimme ich hier absolut zu! Generell halte ich Werbung in Blogs auch für nichts schlechtes, aber wenn ein Blog sich zu einem schlichten Werbeprospekt machen lässt ohne seinen Lesern einen Mehrwert zu bieten (Probleme zu lösen, zu unterhalten,…) , ist das in meinen Augen schlicht zu viel des Guten und wird sich auch auf lange Sicht nicht rentieren.
    Liebe Grüße

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    •  März 10, 2016

      Hallo Tina,
      für mich ist Werbung im Blog immer eine Gradwanderung.
      Mein Eindruck ist, das sich in den letzten Jahren einige Teile der Blogosphäre an dem Gedanken festgebissen hat, das man mit einem Blog unbedingt Geld verdienen muss. (Stichwort „Blogbussines“)
      Oft leidet die Informationsqualität darunter, da viele Informationen nur noch „angeteasert“ werden.
      Oder ein Großteil der Inhalte nur unkritisch Produkte anpreist.
      Der Übergang zur nützlichen Produkt-Review ist dabei fließend.
      Wenn man es genau betrachtet sitze ich auch im Glashaus und schmeiße mit Kieselsteinen, da ich ja auch „Werbung“ für mein Buch mache oder Produkte anpreise die ich gut finde.
      Was ich immer sehr wichtig finde ist wie groß der „Kommerzfaktor“ in einem Blog ist. Bei mir beträgt dieser Wert ca. 10% der Artikel. (Also jeder 10 Artikel hat etwas mit einem Sponsoring (z.B. die Buchreview) oder einem Produkt zu tun.
      Manchmal sind Werbe-Postings ja auch interessant, aber irgendwie betrachte ich die Gleichsetzung von „Experte“ mit „kommerziellem Erfolg“ mit sehr gemischten Gefühlen.

      Beste Grüße Stephan

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