Money, Money, Money – A GEMA´S World

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 Money, Money, Money -It´s a GEMA´S World

Die Gema will nicht eure Seele, keine Angst, sie will nur GELD!

Dazu ist ihr wieder einmal zu einem genialen Streich ausgeholt, wie sie noch mehr Geld  einnehmen kann.  Dieser wurde in den Medien auch ausführlich dargelegt und Spiegel Online und der Basic Thinking Blog berichten (sinngemäß) folgendes:

Wenn es nach unseren „Freunden“ von der Gema gehen würde sollte jeder, der ein You Tube Video auf seinem Blog einbettet demnächst dafür Gebühren zahlen!

Richtig, jeder der ein Video auf seinem Blog bereitstellt der soll zahlen.

Warum? Weil man es ja auf dem Blog schauen kann und dafür nicht erst auf die You Tube Plattform klicken muss.

Blogparade: „GEMA habt ihr sie denn noch alle beisammen?“

Weil wir die Gema alle soooooo lieben hat Patricia von Kleckerlabor zu der BlogparadeGEMA habt ihr sie denn noch alle beisammen?“ aufgerufen.  Dort darf jeder blogger diesee neueste, geniale Idee unserer Lieblingsgebührenstelle in den Himmel loben. Alternativ darf auch die Massenpanik weiter geschürt werden  und darauf spekuliert werden ob  die GEMA es schaft durch ihr handeln  das Internet gänzlich abzuschafen.

Das ganze wird etwas zu heiß Serviert!

Nicht, das ich Probleme mit der Doppellizensierung sehe. Es geht einfach nur um die praktischen Auswirkungen, die eine derartige Pflichtabgabe hätte. Das Einbinden und teilen von Videos würde erschwert werden. Das mögen die You Tuber die ihre Videos gerne oft betrachtet sehen wollen sicherlich auch nicht!

Im Endeffekt werden aus Videos nur Links!

Anstelle eines Videos setzt ein Blogger dann eben einen Link!

Problem gelöst! Massenpanik beseitigt!

Klar, einen Link zu setzen ist nicht so schön wie ein richtiges Video. Mein Blog kommt auch ohne Videos aus. Auch wenn ich einige Videos eingebunden habe, da dieses einfach besser aussieht und für den Betrachter einfacher ist.

Vielen Künstlern und Nutzern würde aber ins Bein gehackt werden!

Künstler und Nutzer haben keinen Vorteil von der Abgabe!

Ich sehe da eher gegenteilige Auswirkungen für nicht so bekannte Künstler. Diese könnten unter der erschwerten Verbreitung ihrer Videos leiden.

Die Blogosphäre und Plattformen wie Facebook und Google+ ermöglichen eine Verbreitung von Inhalten. Diese Verbreitung kommt in der Regel einem Künstler zu gute, da er bekannter wird!

Diese Inhalte verbreiten sich aber einfacher wenn sie grafisch sind!

Sprich ein Bild oder  ein Video ist besser als  ein einfacher Textlink:

Schau dir das Video an ! Es  ist total wichtig und lustig!

Ein Link kann sicherlich auch virale Wirkungen entfalten. Das Spielchen geht aber nicht so schön wie bei einem eingebundenen Video!

Bei einem Video sieht man gleich den Titel und z.B. in diese Fall das freundlich, lustige strahlende Gesicht der Künstlerin Gwenn Seemel, die einem erklärt wie es auch ohne GEMA geht! Das eingebettete Video gibt es unten, ich hoffe die Gema will jetzt kein Geld von mir 😉

Dem Künstler bringt das nur Nachteile!

Um  diese Meinung   zu unterstreichen möchte ich hier ein englischsprachiges Video zeigen, in der eine Künstlerin erklärt warum jeder Künstler seine Arbeit zu einem gewissen Teil für umsonst weggibt. Warum sie eine Verbreitung ihrer Kunst besser hält als die Normierung durch Lizenzgebühren. Also einen Ansatz, das Künstler auch Geld ohne GEMA-Gebühren verdienen können.

Was sagt der EuGH?

Die Frage ob, es legitim ist Video von Internetplattformen einzubinden und wo genau der Unterschied zwischen einem Link und einem Video liegt wird derzeit vom EuGH geprüft.

Wir dürfen also gespannt warten und wenn der EuGH gegen die Einbettung entscheidet dürfen wir alle unsere Videos runter nehmen. (oder viel viel, viel, viel, Geld zahlen)

Die Frage der alternativen Bezahlmodelle:

Wenn You Tube Geld kosten würde, würde ich es noch Nutzen? Nein, mit Sicherheit nicht in der Form wie ich es jetzt Nutze.

Gibt es denn Alternativen?

Ich könnte mir kein Bezahlmodel vorstellen, bei dem ich Videos genau so teilen würde, wie ich es derzeit mit Vimeo und You Tube Videos tue.

Videos würden einfach von meinem Blog verschwinden.

Es gibt Plattformen wie FotoTV die nur bezahlte Inhalte anbieten. Diese sind in der Regel gut prodzuziert. Der Nutzer kann sich eine Preview ansehen und dann entscheiden ob er den Film (Tutorial, Interview ect.) ganz sehen möchte. Wenn er das will muß er zahlen. Ganz einfach! Dieses Model von FotoTV finde ich insoweit gut, da dadurch Beiträge möglich sind die über You Tube nicht finanzierbar wären. Ein You Tube Kanal funktioniert nur, wenn eine gewisse Masse an Zuschauern vorhanden ist bzw. die Videos günstig produziert werden können. Eine Qualität wie bei FotoTV kostet ihren Preis. Da dieses Spartenmedium nicht mit jedem Video 100.000 von Klicks bekommt und auch kein Personenkult wie bei den You tubern möglich ist. Es geht dabei um Sachinformationen! Dafür bin ich auch gerne breit direkt zu zahlen Deswegen finde ich dieses Model in der Ausführungsform gut.

Die Gema hat damit aber nichts zu tun! FotoTV ist es egal ob ein Einbinden von Videos geht oder nicht.

Hilfe in sicht? Eine Petition ist schon auf dem Weg:

Eine Online-Petition gegen das Treiben der Gema ist schon auf dem weg Wer sich darüber informieren möchte kann es hier tun: Online-Pettiton gegen die Lizensierung von eingebetteten Videos.

Résumé:

Auch wenn ich für die Gema nicht viel übrig habe und mich näher an dem Gedanken der  Creative Common Lizenzen dran fühle muss ich abschließend sagen, das dieses Thema sicherlich überbewertet wird. Wenn man die Problematik nüchtern betrachtet werden aus den Videoeinbindungen dann eben Links. So what?

Was haltet ihr von dem Thema?

Was haltet Ihr von den Plänen der GEMA? Wird das Thema im Internet etwa zu hysterisch betrachet? Würde sich für euch oder euren Blog etwas ändern?

 

 

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Kommentare

  1. Ann-Bettina  Februar 14, 2014

    Hallo Stephan,
    natürlich kann man aus dem Video einfach einen Link machen und ist aus der Sache raus. Aber Tatsache ist doch, dass die Möglichkeiten für Blogger in Deutschland immer weiter eingeschränkt werden. Das finde ich keine Panikmache. Es ist aber ein echter Wettbewerbsnachteil. Da würden offline sämtliche Wirtschaftsweisen aufheulen.
    Viele Grüße
    Ann-Bettina

    antworten
    • Stephan Schwartz  Februar 14, 2014

      Hallo Ann-Bettina,

      ich habe nicht wirklich viel für die GEMA übrig, auch würde ich es nicht gut finden wenn ich Videos aufgrund von GEMA Gebühren aus dem Blog herrausnehmen müßte.

      Ich glaube aber wirklich das das Thema etwas hochgespielt wird.

      Was im Endeffekt vielleicht auch ganz gut ist, da das GEMA Model meiner Meinung generell in Frage gestellt werden sollte!

      Einen starken Wettbewerbsnachteil sehe ich darin (persönlich für meinen Blog) nicht.

      Aus folgendem Grund:

      Die Forderung der GEMA kann natürlich nur für Inhalte gelten, dia a) geschützt sind und b) wo der Künstler einen Verwertugnsvertrag mit der GEMA hat.

      Bei vielen You Tube Videos und Inhalten liegt ein Verwertungsvertrag mit der GEMA gar nicht vor. Ich vermute auch, das für das von mir eingebundene Video kein Verwertungsvertrag vorliegt.

      Bei der Menge an You Tube Videos die Stündlich hochgeladen werden halte ich das auch für nicht möglich.

      Ausserdem werden GEMA geschützte Inhalte auf You Tube sowieso oft gesperrt, „da die GEMA die Verlagsrechte oft nicht einräumt“. Jeder kennt den Roten Kasten.

      Sprich sollte sich dieses absurde bestreben der GEMA wirklich durchsetzen, wird es sicherlich „Freie Videos“ geben. Da eine große Gruppe an VLoggern interesse daran hat das ihre beiträge geteilt werden, da sie von You Tube Werbung und nicht von GEMA Gebühren leben!

      Sollte das nicht passieren muß man die (GEMA geschützten) Videos runter nehmen. Da müßte ich mal schauen welche Videos das in meinem Blog betrifft.

      Klar ist es schön und einfach ein Video zu teilen. Die GEMA Klausel kann natürlich nicht für „eigene Inhalte“ (Musik,Videos ect.) gelten an denen der Blogger die Verwertungsrechte hat.

      Meiner Meinung nach punktet ein Blogger gerade durch eigene Inhalte.

      Unschön wenn man das video nicht zeigen kann, dass man z.B. kommentiert, aber ich denke nicht das dieses wirklich ein Problem für Blogger darstellen sollte.
      Es gab schon Blogs gab, lange bevor die You Tube Welle das Internet überschwemmt hat.

      mhm, die Gedanken hätte ich mal ausführlicher im Artikel darstellen sollen..

      wie gesagt ich sehe das ganze recht pragmatisch

      Beste Grüße und Danke für dein Kommentar

      Stephan

      antworten
  2. Tina  Februar 17, 2014

    Ganz ehrlich: Ich bin nicht unbedingt ein Fan der GEMA, aber in dem ganzen Kram sehe ich auch den Schwarzen Peter zu mindestens 50% bei Youtube – deren Behauptung sie würden nur die Plattform zur Verfügung stellen und nicht die Inhalte an sich ist ja schön und gut, aber die Nutzer selbst dafür zahlen zu lassen finde ich unfassbar frech. Schließlich verdienen die mit Werbung und Co nicht gerade wenig. Mittlerweile ist die Plattform auf dem richtigen Weg Richtung Resterampe. Selbst Schuld YouTube. Andere Plattformen wie Vimeo können sich ja auch mit unserem lieben Verwerter einigen.

    Jedes eingebettete Video nochmal einzeln bezahlen zu lassen finde ich allerdings auch schwachsinnig. Schließlich liegt der Inhalt an sich ja noch immer beim Videoportal selbst. Da muss man das dann (v.a. wenn hier mit dem geistigen Eigentum anderer Geld verdient wird! Meiner Meinung nach ein wichtiges Kriterium) vernünftig vergüten und gut is.

    Leider ist das in der Praxis immer schwerer als gedacht. Für mich muss sich da im Grundprinzip was ändern: Alle sind der Meinung, dass Künstler von ihren Werken leben können und mit ihrer Arbeit auch etwas verdienen wollen, aber niemand will das bezahlen.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Wer mit dem Werk anderer Menschen Geld verdient, sollte denen auch etwas davon abgeben. In diesem Fall sehe ich bei Youtubevideos die Plattform in der Pflicht. Egal ob auf ihrer Homepage oder bei Links und Einbettungen.
    Gerade Hobbyblogger, die das meist unentgeltlich machen, sollten damit nicht belastet werden. Bei hauptberuflichen Bloggern, bei denen Videos ein wesentlicher Bestandteil sind, sieht es wieder anders aus. Hier müsste man ein faires Lizenzmodell entwerfen.

    Lg und ein toller Artikel!

    antworten
    • Stephan Schwartz  Februar 18, 2014

      Danke für dein ausführlichen Kommentar. Dann muß ich auch mal ausführlich antworten :)

      Wie das Vimeo macht habe ich mich auch schon einige male gefragt. Das sich Vimeo und die GEMA geeinigt haben hatte ich gar nicht mitbekommne.

      Laut einem älteren Spiegelartikel agiert Vimeo pragmatisch und nimmt die Videos bei Rechtsverletzungen einfach runter.

      Das Problem, das niemand weiß wie das Problem der vernünftigen Vergütung zu lösen ist (und niemand Zahlen möchte, schon gar nicht You Tube) wird uns denke ich noch eine weile beschäftigen.

      Es gibt meiner Meinung auch eine art Grauzone, wo die Grenzen zwischen Nutzen und Schaden fliesend sind von der Verfolgung von Urheberinteressen (siehe unten 14. Klaviere). Ich finde es auch albern einen Hobbybloger damit zu belasten, insbesondere da er ja auch zur Verbreitung der Inhalte beiträgt und sozusagen Werbung für einen Künstler macht.

      Die Frage ist nur wie trennt man Hobby von Hauptberuflichem Blogger.

      Die Gema hat es da sicherlich auch nicht leicht. Aber GEMA Lösungen kommen mir oft wie Schildbürgerstreiche vor:
      z.B. meine Lieblings GEMA Geschichte, die mit den 14 Klavieren:

      Der Britte Luke Jerram wollte sei Projekt „Play Me, I´m Yours“ auch nach Deutschland (München) bringen. Das Konzept ist folgendes: Es werden 14 Klaviere an öffentlichen Orten ausgestellt die dann
      Frei von der Bevölkerung benutzt werden können.

      Höhrt sich toll an, oder?

      Naja die GEMA wollte angeblich ca 5.000 € dafür haben
      , da ja auch GEMA pflichtige Musik
      Gespielt werden könnte….

      Traurig oder?

      In Marseille steht ein Klavier am Bahnhof das frei verfügbar ist. Als ich vor einiger Zeit dort zwei Stunden verbracht haben konnte ich wunderbarem Klavierspiel von Kindern, Jungendlichen, und anderen Reisenden, die dort einen Aufenthalt hatten lauschen.

      Im Lande wo die Gema „regiert“ ist das wohl nicht so einfach möglich. Frohsinn ja, aber bitte nicht
      In Deutschland…

      Beste Grüße
      Stephan

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