Slow potography – Spannender Podcast

Geschrieben von:

Das Problem der Geschwindigkeit!

Wenn du ein einzelnes Auto auf dich zukommen siehst, dann betrachtest du es! Wenn es ein Oldtimer mit poliertem Metall ist, der ein wunderbares Design hat, dann bewunderst du das Auto sogar!

Wenn aber 5 Millionen Autos auf dich  zukommen, dann spricht man von Verkehr. Für Bewunderung bleibt da keine Zeit! Auch nicht für das Betrachten von Details. Alles verschwimmt und wird zu der Masse, die ihre Besonderheit verloren hat.

Was hat das mit Fotografie zu tun?

Dieses Gleichnis, welches ich aus einem Radio Podcast zur Slow Photography  entnommen habe, trifft perfekt auf die Situation zu, in der sich die Fotografie zur Zeit befindet! Es werden Unmengen von Bildern produziert und in Internetplattformen geteilt. Es wird nicht mehr fotografiert, es wird nur noch geknipst! Das Bild tritt in den Hintergrund, wichtiger wird das soziale Ereignis „auf den Auslöser zu drücken“. Fotos machen! Knipsen!

Der Prozess Bilder zu machen ist wichtiger,als das Bild selbst!

Wenn Fotografie als Event oder Happening betrachtet wird, dann bleibt das  Knipsen übrig und das Foto geht unter.

Slow Photography

Die slow Photography will zurück zum bewussten Bilder machen. Sie setzt auf analoge Kameras und Nassfilm, der noch entwickelt werden muss.  Jede Aufnahme kostet Geld und ist kostbar. Jedes Fotos will überlegt sein. Damit soll die rasante Geschwindigkeit aus der Entwicklung der Fotografie genommen werden. (daher slow = langsam). Das alles schneller wird, damit kämpfte die Fotografie schon zu Zeiten von Robert CapaCapa musste als Fotoreporter mit den schnelleren Fernsehteams konkurrieren, die mit ihren Mitteln schneller waren als die Fotografie. „Video killed the Radio Star“.

Auch wenn ich persönlich überzeugt von der digitalen Fotografie bin, habe ich den Podcast sehr interessant gefunden. Wer ein gut gemachtes Radiointerview mit einem Vertreter der „Slow Photography“ hören möchte, dem empfehle ich den Radio Podcast in dem der Blogger „sogesehen“ interviewt wird. Informationen zu dem Podcast und das Interview findet ihr im Blog von „sogesehen“: Radio Podcast zur Slow Photography

Was sieht ihr das?

Ist slow Photography ein Trend der sich halten wird? Oder wird die analoge Fotografie endgültig aussterben? Macht man mit einer analogen Kamera „bewusstere“ Fotos? Schreibt es mir in die Kommentare, ich freue mich wie immer eure Meinung zu erfahren.

4
  Auch lesen!
  • No related posts found.

Kommentare

  1. Gerd  November 7, 2013

    Ein wirklich heikles Thema mit der vielen knipserei und den Massen von Fotos die man täglich um die Ohren gehauen bekommt. Von daher, wir atmen ein… wir atmen aus… und das ganze langsam. 😉

    Viele Grüße vom Slow Fotografen – Gerd

    PS: Willkommen im Club 😉

    antworten
    • Stephan Schwartz  November 7, 2013

      Hallo Gerd,

      danke für die Aufnahme bei euch Canon Bloggern:)

      Das freut mich das dir der Artikel (bzw. der Podcast) gefallen hat. :)

      Lieben Gruß Stephan

      antworten
  2. Joy  November 9, 2013

    Wirklich ein sehr Interessanter Beitrag.
    Ich mag das Thema sehr und würde es auch mal gerne ausprobieren.
    Es ist wirklich etwas schade, dass man nicht so „bewusst“ fotografiert und alles nur schnell gehen muss. Genauso die Massen an Bildern, das ist mir erst gestern wieder aufgefallen, als ich ein Konzert fotografiert habe.

    LG Joy

    antworten
    • Stephan Schwartz  November 10, 2013

      Wenn ich auf einem Konzert oder anderen Events fotografiere, dann mache ich auch immer sehr viele Bilder :). Ich glaube
      das war auch schon zu analogen Zeiten so (nur das das Filme richtig teuer waren)

      „Slow Photography“ ist mittlerweile zur Kunst geworden (früher war sie einfach nur notwendig). Ob sich der Trend durchsetzt wird sich zeigen.

      Wenn du dich mal zwingen willst „ein bewußtest Foto“ zu machen, dann kann ich dir einen Fotomarathon empfehlen.
      (bei dem Fotowettbewerb hat man nur 1 Foto pro Fotoaufgabe und auch nur einen versuch). Meine Fotomarathon Erfahrungen habe ich in diesem Artikel beschrieben. Ich kann diese Wettbewerbe nur empfehlen, da man dort einfach „gezwungen“ ist mit nur einem Foto zu arbeiten. (das habe ich schwerer empfunden als ich gedacht habe).

      Lieben Gruß Stephan

      antworten

Schreibe einen Kommentar